Freitag, 28. September 2012

[Buch-Rezension] sieben Tage Dauerregen

Das zweite Buch für die dunkle-Tage-Challenge.

Und hui. Heftig. Obwohl das Cover so hell ist - thematisch ganz anders.



Taschenbuch: 120 Seiten
Verlag: BoD Norderstedt; Auflage: 1 (26. Juni 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3837000230
ISBN-13:  978-3837000238
Größe/Gewicht: 12,7 x 20,3 x 0,6 cm

Buchrücken:
Sandy findet, Chris ist anders als zuvor. Chris meint, das bilde sie sich nur ein, und lügt ihr dabei dreist ins Gesicht. An einem frühen Morgen treffen sich die beiden und Chris erzählt Sandy, dass er vorhabe, sich umzubringen. Sieben Tage gibt er sich Zeit, all das zu erledigen, was noch getan werden muss. Sandy hofft, ihn in diesen sieben Tagen abbringen zu können und lässt sich auf ein waghalsiges Spiel ein. Aber sie verliert die Kontrolle, und aus dem Spiel wird bitterer Ernst - denn was noch erledigt werden muss, ist seine Rache an Sandy.

Inhalt:
Phew. Zunächst: Ich finde nicht, dass der Buchrücken den Inhalt gut wiedergeben kann.
Die Protagonisten sind Chris und Sandy. Die Geschichte an sich ist recht schnell erzählt: Chris und Raik waren ein Paar. Sandy hat mit Raik geschlafen, was Chris nicht verzeihen konnte. Daraufhin hat Raik -Chris einziger Lebensinhalt - sich das Leben genommen. Chris gibt nun zeiweise sich, zeitweise Sandy die Schuld ("Warum hat sie nur mit ihm geschlafen?" -"Warum konnte ich ihm nicht verzeihen?") und beschließt, dass ein Leben ohne Raik nicht lebenswert ist. Um sich - da stimmt der Buchrücken - an Sandy zu rächen, lässt er sie von seinem Plan wissen.

Meinung:
Schwer. Ein sehr sehr schweres Buch und das aus mehreren Gründen, wie ich finde. Natürlich steht hier im Vordergrund die Thematik, die es schwer macht, das Buch zu lesen, obwohl es nur 120 Seiten sind.
Das Buch ist aus der Perspektive des allwissenden Erzählers geschrieben, allerdings fließt ab und an doch mal ein "ich" ein. Passenderweise natürlich geschrieben in der Vergangenheit.
die Kapitel sind recht kurz und immer wieder "unterbrochen" durch den Protagonistenwechsel. Trotzdem bleibt der Handlungsstrang deutlich und viel "unnützes Drumrum" gibt es nicht.

Allerdings muss ich sagen, dass es mich unheimlich stört, wenn ein Buch Rechtschreibfehler aufweist. Natürlich kann das jedem mal passieren, dass ein Fehler durch die Maschen schlüpft. Aber hier ist es ... schlimm. Kommafehler, Zeitfehler, fehlende oder zusätzliche Buchstaben... All das erschwert das Lesen zusätzlich.

Zum Inhalt: Wie schon gesagt unheimlich schwer. Der Autor ist Borderliner und für mich, die ich ja auch ein kleiner Wuff bin, macht es das mitunter noch schwerer, das Buch zu lesen. Allerdings glaube ich, dass dieser Faktor nur unwesentlich dazu beiträgt, dass ich das Buch als "schlimm" empfunden habe.
An sich ein tolles Buch, dass sich zu lesen lohnt - aber eher, wenn man nicht zu Depressionen oder Suizidalität neigt. Da könnte es eher kontraproduktiv sein...


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