Donnerstag, 25. Oktober 2012

Versteckte Tiere in Lebensmitteln

Hallo ihr Lieben,

die meisten Veganer und auch viele Vegetarier wissen um die Schwierigkeit, Produkte tierischen Ursprungs zu vermeiden. Das Ganze wird uns noch erschwert, indem Zutaten tierischen Ursprungs mitunter gar nicht als solche gekennzeichnet werden. So wird Saft z.B. oftmals mit Gelatine geklärt, das in Brot verbackene L-Cystein wird aus Schweineborsten gewonnen und auch andere "Bestandteile" von Schwein, Fisch und Rind finden sich z.B. in Chips als "Aromastoffe" wieder. Auch die berühmt-berüchtigten E-Nummern sind ein großer Feind - wie sehr sich die Zahlen 120, 631, 901 und 904 in mein Gedächtnis eingebrannt haben.
Im Einzelnen handelt es sich dabei um:
E120 - Cochenille
E631 - Natriumosinat
E901 - Bienenwachs
E904 - Schellack

Und das sind nur die E-Nummern mit eindeutig Tierischem Ursprung... Dass es noch deutlich mehr gibt, worauf Vegetarier und Veganer achten müssen, lässt sich anhand dieser Liste sehr gut erkennen.

Sowas darf nicht sein! Es darf nicht sein, dass wir uns ständig fragen müssen, ob wir dies und jenes nun essen "dürfen" oder nicht! Versteckte Tiere betreffen nicht "nur" uns - ich bin der Auffassung, dass jeder Mensch jederzeit wissen sollte, ob in seinen Nahrungsmitteln auch Lebewesen verarbeitet sind.

Daher fordert foodwatch nun eine Kennzeichnungspflicht für Produkte mit tierischen Bestandteilen.

Hierführ läuft aktuell eine Petition - den Banner dafür findet ihr u.A. rechts.
Ihr könnt aber auch direkt hier und jetzt ohne noch "viel mehr Klicks" helfen, für die Kennzeichnung einzustehen, indem ihr folgendes ausfüllt:



Es kann und darf nicht sein, dass Verbraucher so hinters Licht geführt und ihrer freien Meinung und Entscheidung beraubt werden - denn genau das ist es in meinen Augen: Man nimmt mir die Möglichkeit, meine Entscheidung, vegan zu leben, auszuleben, indem man mir einfach verheimlicht, was ich bedenkenlos essen und trinken kann und was nicht.

Unterstützt also diese Petition mit ein paar wenigen Minuten eurer sicherlich kostbaren Zeit. Ihr helft damit allen Menschen in Deutschland, die wissen wollen, was sie essen.

Danke.

Kommentare:

  1. Um ehrlich zu sein: warum sehen veganer immer die pflicht das sie informiert werden

    eigendlich ist es doch so das du eine spezielle einstellung zu nahrung hast also warum kaufst du dir dann kein buch wo sowas thematisiert ist
    nicht umsonst gibt es studiengänge die sich mit lebensmitteln beschäftigen ~ es gibt bestimmt eine literaturliste für diese studiengänge und da würde ich ansetzten
    und nicht schipfen das nicht überall drannsteht das da tier drinnen ist und da kein siegel für auf der verpackung steht
    denn sich auszuführlich zu informieren und dahingehend sein wissen zu erweitern geht schneller als irgendwelche petitionen zu starten die die mehrheit der bevölkerung mit gleichgültigkeit entgegensieht ^^

    Veganer haben nun mal eine eigene Einstellung ~ das ist wie Religion... man muss drann glauben, aber man kann keinen zu seinem glück zwingen

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    1. Im Prinzip hast du da Recht - wir informieren uns auch ausgiebig darüber, was wir wo kaufne. Das Problem ist aber, dass oftmals in Verarbeitungsschritten tierische Produkte genutzt werden, die erst dann angeführt werden, wenn man die Firma direkt darauf anspricht, also eine Produktanfrage stellt. Und das ist zeitaufwendig und lästig. Sehr sogar, mitunter bekommt man auch gar keine Antwort.
      insofern geht das nicht unbedingt schneller, sich dieses Wissen anzueignen.

      Und natürlich kann man niemanden zwingen - das will ich auch gar nicht, wäre der absolut falsche Weg. Aber ich kenne auch viele Omnis, die schockiert waren, als ich ihnen mal gezeigt habe, wo überall "versteckte Tiere" sind, die selbst auch meinten, sie würden gern mehr darüber erfahren und gern wissen, wo denn nun tatsächlich überall Tier verarbeitet wurde.

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    2. Eigendlich meinte ich genau das. wenn man ein ausgibieges wissen über produktion etc hat brauch man nicht mehr überlegen ob da jetzt nun was drinnen ist oder ob es mal ein tier gesehen hat. meistens stellt man mit einem verfahren bzw stoffen mehrere produkte her, wenn man weiß wozu ein stoff alles verwedet werden kann ist das besser als für jedes produkt nachzuschauen was dafür nun verwendet wurde~ denn wie du schon sagst kriegt man mitunter keine antwort ^^


      ich finde es nur logisch das wir enzyme oder andere stoffe aus tierischen produkten in unseren lebensmitteln haben, weil sie durch die fleischproduktion eh da sind (sozusagen ein abfallprodukt was dann weiterverwendet wird)~ komplexe moleküle herzustellen ist sehr aufwendig und kostenintensiv ^^ und irgendwer muss das auch bezahlen (nicht zuletzt vieleicht die forschung in die richtung)

      Eine frage habe ich da noch: beim umstellen deiner ernährung, bist du da schon mal auf die idee gekommen vom arzt nen check machen zu lassen ob du von vornherrein mangelerscheinung hast und/oder seminare zu besuchen die über ernährung im allgemeinen informieren?

      mich interessiert das mal =) die meisten wechseln ja von heute auf morgen und durchwühlen das internet nach informationen aber ich habe noch nie gehört das jemand erstmal geschaut hat ob und wo er vieleicht dann aufpassen muss, da ja doch der nährstoff/energiehaushalt des körpers verändert wird



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    3. Hei,

      Ah so meintest du das, dann hatte ich das etwas missverstanden ^^

      Klar ist es für diejenigen, die omnivor leben, auch vollkommen okay, diese Abfallprodukte zu konsumieren und ich möchte nochmal betonen, dass ich niemandes Entscheidung bezüglich seiner Ernährung irgendwie ankreide oder ihn/sie deswegen verurteile. (Mir ist es wichtig, das zu erwähnen, weil ich da öfter missverstanden wurde).

      Ich habe bevor ich mich dazu entschloss, mich vegan zu ernähren, ein großes Blutbild machen lassen, bei dem ich auch meinen B12-Spiegel habe untersuchen lassen (denn let´s face it: Vit. B12 muss bei Veganern nunmal supplementiert werden) und abgesehen von einem etwas zu niedrigen Eisenspiegel (den ich schon immer hatte und der sich gebessert hat) war alles in Ordnung. Ich habe auch mit meiner Ärztin vereinbart, dass ich nächstes Jahr im Juli ein weiteres Blutbild machen lasse, um sicher zu gehen, dass alles okay ist.
      Über Ernährung habe ich mich schon immer informiert, in letzter Zeit nimmt es natürlich zu und ich schaue, dass ich alles, was ich brauche, in ausreichender Menge zu mir nehme.

      Ich habe schleichend umgestellt, wie mir im Nachhinein bewusst ist. Und auch erst, nachdem ich mich damit auseinandergesetzt habe, was ich wo supplementieren muss (Vitamin B12 und in meinem Fall auch ein wenig Eisen). Vitamin D ist auch ein wenig kurz gekommen aber das liegt wohl - laut Aussage der Ärztin - daran, dass ich ja im Sommer kaum draußen bin ;)

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  2. Gerade wenn es um den Konsum von Lebensmitteln geht sollte jeder das Recht haben zu wissen, was in den Dingen, die man kauft, enthalten ist.

    Essen sollte keine Kunst sein, die verlangt Bücher zu lesen und man muss erst recht keine Seminare oder ähnliches besuchen.
    Wenn man Lebensmittel in Massen produziert und vor allem wenn man die Verpackungen designt, ist es wohl kein riesiger Auswand eine winzige kleine Blume mit in das Design einzubinden und das dann in millionenfacher Ausführung drucken zu lassen.
    Damit wäre allen geholfen.
    Die, die ohnehin nicht auf die Rückseite ihrer Einkäufe schauen, werden nichts merken und die, denen wichtig ist zu wissen, was enthalten ist, haben die Gewissheit, dass sie dieses Produkt guten Gewissens konsumieren können.
    Und dabei spielt es keine Rolle ob man Omnivor/Vegetarier/Veganer/Frutarier/Buddhist/Mönch oder der Kaiser von China ist.

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    1. Jetzt suche ich gerade den berühmt-berüchtigten "Gefällt mir"-Button :)

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