Samstag, 5. Januar 2013

[Buch-Rezension] Das Hades Labyrinth

Das Hades Labyrinth
Rainer Wekwerth
Kindle Edition
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 245 Seiten
Sprache: Deutsch
ASIN: B007EB89UQ

Beschreibung: 
In unterirdischen Tunneln und Höhlen schafft sich Adam eine eigene Stadt: als junge Frauen entführt werden und im Nichts verschwinden, wird Hauptkommissar Daniel Fischer auf den Fall angesetzt. Er folgt den Spuren in die Tiefe und trifft auf einen Mann, der ihn an die Grenze des Menschseins führt... 




Meinung: 
Huiuiuiuiui. Wo soll ich da anfangen? Zunächst ganz obligatorisch: Die Beschreibung passt so überhaupt gar nicht. Die Geschichte wird komplett falsch dargestellt. Zunächst einmal: Daniel Fischer wird nicht auf den Fall angesetzt sondern schleust sich selbst ein, nachdem er aus einer Therapie entlassen wurde, die er wegen Adam durchführen musste. Der hat den Protagonisten nämlich grausamst gefoltert, so dass er jetzt dauerhaft entstellt ist. Während dieser Folter hat Adam Daniel ein Foto von dessen Frau abgenommen. Die "jungen Frauen" sind diese eine Frau, die von Adam entführt wird, um seine Königin (oder was auch immer...) zu werden.

Meine Meinung kurz und knapp: Ich habe schon sehr sehr lange kein SO schlechtes Buch mehr gelesen. Es tut mir wirklich Leid, eine derart schlechte, beinahe schon vernichtende Kritik abzugeben, aber ich will ja auch nicht lügen. 
Während der Anfang noch sehr vielversprechend ist und Lust auf mehr macht, wird man recht schnell enttäuscht: Bis ca. Seite 147 passiert mal einfach - nichts. Zumindest nichts Interessantes, alles scheint die Geschichte nur in die Länge zu ziehen und bis auf die Begegnung mit Daniels neuer Nachbarin sind nahezu sämtliche Informationen absolut und vollkommen unnütz. Alle 30-40 Seiten (wenn überhaupt) bekommt man mal ein Mini-Bruchstück der Handlung zu sehen.

Erst ab ca. 60% des Buches wird das Ganze etwas Spannender. Wir werden geführt in eine düstere, bedrückende Welt. Allerdings nicht lang, denn schon bald driftet die Geschichte in derart unrealistische Gebiete ab, dass es einfach nur noch reine Qual ist, dieses Buch zu lesen. Gleichzeitig wollte ich es aber auch nicht abbrechen, denn wenn ich mal bei 80% bin, kann ich mich durch den Rest auch noch durchquälen.

Sehr schade, denn eigentlich bietet die Idee, der Auftakt zu diesem Buch ein unheimlich großes Potential.

So viel zur Geschichte. Die Charaktere sind unheimlich flach, verfügen über keinerlei Tiefgang. Sie sind einfarbig und langweilig bis nervig.
Der Schreibstil ist an sich ganz in Ordnung, allerdings muss ich sagen, wenn ich ein Buch veröffentliche, dann lasse ich dieses mindestens 3, besser noch 4 Mal gegen lesen. Ich habe derart viele Rechtschreib- und Grammatikfehler gefunden, dass es mir in den Augen und der Seele weh getan hat.
Dazu kommt, dass stellenweise ausschließlich medizinisches Fachgerede vorkommt (das ich zwar verstanden habe, aber für die meisten anderen könnte das Probleme geben) und auch keine wirkliche Erklärung hierzu folgt.
Teilweise finden sich über ganze Absätze reine Aufzählungen diverser Waffentypen. Das mag an sich für die Veranschaulichung ganz nützlich sein, aber mal ehrlich: Eigentlich ist es mir persönlich egal, ob die Waffe jetzt mit 9mm oder 8mm Patronen beladen wird... Ich brauche keine Auflistung der Waffe, des Typs, dem dazugehörigen Magazin usw.

Also, ich fasse zusammen:
Oberflächliche Charaktere in einer Geschichte, die viel mehr Potential hatte und am Ende vollkommen den Bereich des Erträglichen verlässt.

Meine Bewertung - man ahnt es schon:
Und diesen einen Stern bekommt das Buch auch nur wegen der Mühe, die sich der Autor sicherlich gemacht hat und der prinzipiell ganz netten Auftaktsituation.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen