Freitag, 26. April 2013

5 Dinge und Punkt Nr. 34

Hallo ihr Lieben!

Wieder kommen meine 5 schönen Dinge der Woche nicht am Donnerstag, sondern erst am Freitag. Gestern kam ich einfach wegen meinem Japanisch-Kurs nicht mehr dazu.
Ich versuche auch, heute abend noch meinen Vegan Wednesday zu posten (der ohnehin so unspektakulär ausfiel, dass er nicht unbedingt zeigenswert ist ^^"), kann aber nichts versprechen, denn heute hat meine Mama Geburtstag und das muss (nochmal XD) gefeiert werden! Warum "Nochmal" erkläre ich gleich.

Jetzt aber erstmal die beliebten 5 Dinge:
1.) Am Samstag waren Sam und ich bei einem ganz tollen, spannenden und unterhaltsamen Vortrag über japanische Volksfeste! Es war sehr schön und ich habe mich so gefreut darüber, dass ich das erste Mal End of immortal Eden ausgeführt habe! Außerdem wurden wir wiedererkannt und gefragt, ob wir das auch auf dem Shinnenkai waren. YEAH!

2.) Beim anschließenden Essen im Tokio Dining haben wir uns wieder toll mit Keiko-san unterhalten! Und ich habe sogar ein, zwei Sätze Japanisch mit ihr gesprochen. Man, was war ich stolz auf mich! :D Bin ich übrigens immernoch :D

3.) Hatte ich schon erwähnt, dass ich mir am Samstag außerdem endlich mal ein neues Buch gegönnt habe? Ich habe meinen inneren Schwaben einmal besieht! YEAH! Und es war auch noch ein richtig gutes Buch!

4.) Am Mittwoch waren meine Mama und ich im Musical! Dazu folgt gleich mehr!

5.) Die ganze Planung und Heimlichtuerei um das Musical herum hat mir unheimlich viel Spaß gemacht :)



Nun zu Punkt Nr. 34: Ein Musical besuchen.

Für meine Mama und mich ist es Tradition geworden, einmal im Jahr gemeinsam ins Musical zu gehen. Angefangen bei Mama Mia folgten daraufhin Wicked, Tanz der Vampire und letztes Jahr Rebecca.
Nun läuft in Stuttgart gerade ja noch Sister Act. Meine Mama liebt den Film und wollte das Musical unbedingt sehen - ich aber zeigte kein gesteigertes Interesse daran.
Nun hat meine Mama ja heute Geburtstag - und unkreativ  wie ich bin, haben mein Bruder und ich sie zusammen ins Musical eingeladen. Aber nicht einfach so! Das wäre ja langweilig.

Zunächst einmal mussten die Vorraussetzungen stimmen: Welcher Tag, fährt mein Vater, welche Reihe? Das Ganze habe ich hinter dem Rücken meiner Mama geplant. So gingen wir vorgestern, am 24.04. also. Reihe 5, Plätze 10 und 11.

Es wäre aber viel zu langweilig gewesen, Mama einfach so mitzunehmen. Also haben wir heimlich Pläne geschmiedet...

Am Mittwoch rief mein Bruder meine Mutter an und meinte, sie solle sich ein wenig schick machen, denn er lüde uns (meine Eltern und mich) in den Irish Pub im SI-Center ein. Natürlich war ich eingeweiht - ich wusste, dass es NICHT in den Pub gehen würde. Hehehe...

Ich habe also meine Eltern vorgeschickt, um schonmal ein Plätzchen auszusuchen und meinte, ich würde auf meinen Bruder warten, damit er wisse, dass wir schon da sind.
Als also meine Mutter außer Sichtweite war, bin ich zur Kasse, um meinen Ersatzeinlass zu holen (denn ich Intelligenzbestie hatte natürlich die Karten so gut vor meiner Mutter versteckt, dass ich sie selbst nicht mehr finden konnte). Als ich den Einlass dann hatte, habe ich mein genervtestes, angefressendstes (was für doofe Wörter!) Gesicht ausgepackt, bin zu meiner Mutter: "Mein Bruder kommt nicht!"
Sie hat mich zuerst total verwirrt, dann ein wenig enttäuscht angesehen: "Hat er angerufen? Warum kommt er nicht?"
Ich hab ihr dann den Zettel hingehalten (meine Güte, was habe ich gezittert!) und gesagt: "Weil wir beide jetzt in Sister Act gehen." - ich weiß nicht, ob sie mich verstanden hat, weil ich vor Nervosität so leise und zittrig gesprochen habe.

"Nein, oder?! Du blöde Kuh!" war alles, was sie rausbrachte, bevor sie sich dann wegdrehen musste, weil sie "Was im Auge hatte" ;) (solche Phrasen wie "du blöde Kuh" sind bei uns übrigens Gang und Gäbe und nicht böse gemeint). Als sie sich wieder gefangen hat, sah sie mich an, dann meinen Vater, boxte ihm gegen die Schulter und meinte: "Und du wusstest das wahrscheinlich auch noch?!" Ich hätte fast mitgeweint mit meiner Mama.

Wir haben dann noch ein wenig draußen gewartet, denn wir waren viel zu früh dran und haben uns amüsiert über die Leute, die vor lauter Starren (so ungewöhnlich ist Lolita doch gar nicht?) fast über ihre eigenen Füße gefallen wären; oder aber über Jugendliche, die den Begriff "Abendmode" wohl gleichsetzen mit dem, was sie abends ab 00:30 auf diversen Sendern im Fernsehen betrachten können - ich habe selten eine weibliche Person gesehen, die so viel Stoff anhatte und bei der man so vieles sehen konnte.

Letztlich sind wir dann auch unsere Plätze aufsuchen gegangen und wir hatten wirklich Glück- neben uns saß ein Mutter-Tochter-Päärchen, das ebenso viel Spaß hatte, wie wir.
Obwohl wir kaum etwas vom ersten Lied verstanden und damit schon Angst um das ganze Musical hatten, war es grandios und toll! Überhaupt nicht vergleichbar mit einem der anderen Musicals, in denen wir bisher waren, aber das macht es ja nicht minder gut.

Wie es aber nunmal ist mit so tollen Dingen: Es sind Momentaufnahmen, Emotionen, die man so unheimlich schlecht nur in Worte fassen und konservieren kann.
Deshalb belasse ich es bei einem:
Es war toll!

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