Mittwoch, 21. August 2013

[Buch-Rezension] Der Kinderdieb

Der Kinderdieb
(Gerald) Brom
Gebundene Ausgabe: 664 Seiten
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The Child Thief
ISBN-10: 3426283298
ISBN-13: 978-3426283295

Buchrücken:
Leise wie ein Schatten streift ein merkwürdiger Junge durch die Straßen von New York. Er nennt sich Peter und ist auf der Suche nach Kindern und Teenagern, die dringend Hilfe brauchen. Peter rettet sie - und bietet ihnen an, sie in sein magisches Reich zu führen, in dem niemand je erwachsen werden muss. Doch er verrät ihnen nicht, dass dieses Land im Sterben liegt und dort nicht nur magische Geschöpfe und das Abenteuer ihres Lebens auf sie warten, sondern auch größte Gefahr....

Meinung:
Der Klappentext lässt keine Alternative zu: Sofort drängt sich mir das Bild eines rothaarigen Jungen in grüner Feenkleidung auf. Disney hat mich schwer geprägt, wenn ich von einem nicht alternden, merkwürdigen Jungen lese, der Kinder ermutigt, ihm zu folgen. 
Doch wo Disney und Co. uns ein unheimlich spannendes Abenteuer versprechen -  bei dem natürlich niemals ein Kind zu Schaden kommt - widmet sich der Autor in diesem Werk eher der dunklen, ursprünglicheren Saga um "Peter Pan" - oder nutzt zumindest das Grundgerüst für seine über 600 Seiten schwere Geschichte. Das Ganze noch ein wenig vermischt mit diversen Mythen und Sagen - und da haben wir sie: Die Geschichte des Kinderdiebs.

Ich habe nun wirklich nicht lang gebraucht, um das Buch zu lesen - kaum hatte ich mich einmal intensiv damit auseinander gesetzt, wollte - nein, konnte - ich es nicht mehr zur Seite legen, wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht, was mit Nick, Peter, Sekeu und den Anderen noch passieren wird. Innerhalb von nun 3 Tagen habe ich das Buch von vorn bis hinten verschlungen.

Man kann der Handlung problemlos folgen, Langeweile kommt nie auf. Gleichzeitig entwickelt man einen Sinn für den sehr sehr sehr düsteren Humor von Peter und seinen Teufeln, auf den man wunderbar einsteigen kann.

Allerdings - und dies ist unbedingt anzumerken - ist dieses Buch nichts für zartbesaitete Menschen. Gewaltakt reiht sich an Gewalktakt, die Szenerie ist oftmals dominiert von Blut, Eingeweiden und Leichen.

Die Charaktere sind unheimlich lebendig, man kann sehr gut mitfühlen, nachvollziehen, was passiert, warum es passiert und was in den Köpfen der Kinder vorgeht.
Unterstützt wird das Ganze noch durch den Schreibstil des Autors, der die Welt zum Leben erweckt und uns eintauchen und die reale Umgebung vergessen lässst.

Bleibt zu sagen: Wer auf düstere Fantasy-Geschichten steht und kein Problem mit detaillierten Schlachtfeldern hat, sollte hier zugreifen und das Buch unbedingt in seinen/ihren Besitz bringen.


Kommentare:

  1. Ah, um das Buch schleiche ich schon ewig herum (^^) nachdem du so begeistert davon bist, werd ich es mir demnächst guten Gewissens kaufen.

    Nach den Büchern zur Uralten Metropole von Christoph Marzi hab ich bis jetzt nichts mehr gefunden, was mir 100% gefallen hat. Die Bücher von Marzi kann ich dir übrigens auch wärmstens empfehlen. Jana hab ich damit auch schon infiziert *fufufu*

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    1. Oh dann muss ich mir das wohl auch mal ansehen :D
      Übrigens hat Jana das Buch (von ihr hab ichs mir ja ausgeliehen) - falls du es erst leihen und lesen willst, bevor du es haben möchtest :D

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  2. Hi Nezumi,

    gestern habe ich mir das Buch als Taschenbuch gekauft und ich bin, vor allem nach deiner sehr vielversprechenden Rezension sehr gespannt darauf! :)

    Liebe Grüße,
    Anne

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    1. Hallo Anne,

      das freut mich sehr, dass ich deine Vorfreude steigern konnte. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Lesen und würde mich freuen, deine Meinung dazu zu hören :)

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