Dienstag, 24. September 2013

[Buch-Rezension] Blow Out

Quelle: http://www.uwelaub.de
Blow Out
Uwe  Laub
Taschenbuch: 510 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783548285528


Buchrücken: 
Das Wasser steigt, Menschen sterben - und das ist erst der Anfang

Journalist Nick Schäfer dachte, das Schlimmste an diesem Sommer 2052 sei der rasant steigende Meeresspiegel der Nordsee und die Evakuierung seiner Mutter aus ihrem Heimatdorf. Doch dann kommt der Anruf seiner Exfreundin Emma. Sie ist in Todesangst. Hat sie wirklich Beweise dafür, wer hinter dieser verheerenden Umweltkatastrophe steckt? Ist deswegen jeder kritische Wissenschaftler auf ungeklärte Weise tödlich verunglückt? Und wie kann Nick Emma und sich vor ihren mächtigen Gegnern retten?

Meinung: Ein gefährliches Buch, wenn man einmal wirklich pünktlich ins Bett und "nur noch ein Kapitel" lesen möchte...
Mit diesem Buch verbindet mich bekannterweise weit mehr als die Zeit, die ich damit verbunden habe. Nicht nur, dass es mein erstes signiertes Buch war, nein, auch die Thematik spricht mich als UTA natürlich unheimlich an - was also lag da näher, als mich quasi sofort darin zu versenken?

Was mir als erstes positiv aufgefallen ist: Der Buchrücken verrät nicht zu viel. Das bringt dem Buch schon mal einen unheimlich großen Pluspunkt ein. Das Cover springt einem sofort ins Auge und verrät, dass hier durchaus auch die ein oder andere actionreichere Szene auf den Seiten wartet.

Bevor ich jetzt näher auf das Buch eingehe, möchte ich eines vorwegnehmen: In der Danksagung (ja, ich lese sie!) steht als letztes der Satz "Ich hoffe, Sie fühlten sich gut unterhalten." Mein lieber Uwe, solltest du das hier lesen: Ja, ich wurde gut unterhalten. Sehr gut sogar und ich will auch erklären, warum:

Beginnen wir mit den für mich wichtigsten Kriterien: Charaktere und Handlung.
Auf der Suche nach oberflächlichen Charakteren, die unnachvollziehbar handeln wird man hier nicht fündig. Alle Aktionen, Entscheidungen und Reaktionen sind absolut und vollkommen nachvollziehbar, so dass ich in keiner Sekunde dachte "Mensch, warum machst du denn DAS jetzt?!" - das hilft ungemein, die Situation und Lage der Charaktere nachzuvollziehen, was dazu führt, dass man sich direkt im Geschehen wiederfinden kann.
Gerade die Protagonisten bekommen die perfekte Tiefe für eine solche Geschichte, werden sympathisch durch kleine Ticks und dadurch, dass sie eben nicht reagieren, als hätten sie eine solche Geschichte schon zig mal durchlebt. Natürlich ist es deutlich "cooler", ganz ruhig und entspannt durch einen Kugelhagel zu laufen - aber eben auch unrealistisch und weltfremd. So etwas würde den Charakter von mir entfernen - und so freue ich mich umso mehr, dass so etwas hier nicht passiert.
Menschliche Charaktere - wundervoll!

Die Geschichte beginnt an sich recht unspektakulär - eine Akte in einem Keller. Alles klingt nach Alltag, nach dem normalen, langweiligen Alltag - bis sich von jetzt auf gleich das Leben unserer Protagonistin Emma um 180° dreht und wir uns mitten in der Geschichte befinden, die zwar geradlinig, aber keineswegs langweilig verläuft und am Ende doch noch die ein oder andere Überraschung liefert. Dieser Wandel wirft uns ebenso ins kalte Wasser wie Emma und spätestens ab Seite 120 kann man das Buch wahrlich nur noch schwer aus der Hand legen.

Schreibstil und Grammatik unterstützen den unheimlich guten Lesefluss enorm und Rechtschreib- oder Zeichensetzungsfehler habe ich vergeblich gesucht.

Kurzum: Vor mir liegt das Erstlingswerk eines Autors, den wir alle im Auge behalten sollten!

Kommentare:

  1. Joli dimanche, Michelle.
    Tres bien, ich habe nämlich den Roman inzwischen auch bei mir liegen. Noch ungelesen, aber ich denke in den Achzigern wäre er noch dezidiert unter dem Namen "Science Fiction" veröffentlicht worden. Seit knappen drei Jahrzehnten wird von den Verlagen aber lieber alles dem elastischen Thriller-Label zugeschlagen. :-)
    Die fehlende MacGyveritis (= alles auf Anhieb können!) der beiden Charaktere hat auch Anka mir gegenüber hervorgehoben.

    bonté

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    1. Es lohnt sich definitiv, ihn zu lesen! Science Fiction ist hier schon lang nicht mehr anzutreffen - die Themen sind leider durchaus real. Ich kann es wirklich immer wieder nur empfehlen!

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