Dienstag, 15. Oktober 2013

[Buch-Rezension] Abgeschnitten

Abgeschnitten
Sebastian Fitzek & Michael Tsokos
Taschenbuch: 400 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783426510919

Beschreibung:
Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschlept - und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert. Herzfeld hat keine Chance, an die Informationen zu kommen: Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten. Verzweifelt versucht er, die junge Frau, die den Toten fand, zu einer Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen zu überreden. Doch Linda ist Comiczeichnerin und hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn, einen Menschen seziert...

Meinung:
Wer mich kennt, weiß, dass ich zu den treuen Anhängern des werten Herrn Fitzek gehöre und versuche, mir nach und nach jedes seiner Werke unter den Nagel zu reißen. So ist es natürlich kein Wunder, dass auch "Abgeschnitten" den Weg in mein Regal gefunden hat.

Zugegeben: Ich hatte ein wenig Angst davor, dieses Buch zu lesen, denn ich habe viel gehört - vieles, das alles in die selbe Richtung geht: Nämlich, dass das Buch sehr sehr heftig sei und man sich dieses Buch nicht zu Gemüte führen sollte, wenn man zart besaitet ist.
Nun, welch ein Glück, dass ich das nicht bin ;)

Obwohl ich ein großer Anhänger der Hardcover-Bücher bin und mich immer freue, wenn ich ein solches in meinen Besitz bringen kann, habe ich mich bei diesem Buch ganz bewusst für das Taschenbuch entschieden: Ich liebe die Aufmachung! Ihr kennt das Buch noch nicht? Dann ab mit euch in den nächsten Buchladen und ansehen! Die ganze Aufmachung ist also definitiv schon mal ein ganz ganz dickes Plus!

Nun zum Inhalt. Wie schon gesagt sind einige Stimmen laut geworden, die auf die Intensität des Buches hinweisen. Nun, das Buch IST sehr intensiv - allerdings so sehr von Spannung überlagert, dass man weiterlesen MUSS, selbst wenn man glaubt, an der Grenze dessen zu sein, was man eigentlich wissen möchte.

Die werten Herren Fitzek und Tsokos verstehen sich unheimlich gut darauf, an den genau richtigen Stellen die Perspektive zu wechseln, so dass man gespannt weiterlesen kann, ohne von der zugegebenermaßen nicht gerade knapp bemessenen Gewalt (und deren Darstellung) überfordert zu werden.

Die Geschichte selbst folgt einem wundervollen, klar verständlichen roten Faden, der allerdings gern mal um diverse Ecken gespannt wird, so dass man nicht weiß, was als nächstes passiert. Jede Handlung der Charaktere ist absolut nachvollziehbar - wenn nicht schon aus reiner Empathie, so doch durch einen Nebensatz, so dass sie stets authentisch handeln und denken.

Was bleibt zu sagen? Vor mir liegt ein klassischer Fitzek in gewohnt faszinierender Manier. Ein absolutes Muss für jeden Fitzek-Fan und Thriller-Liebhaber!

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