Donnerstag, 3. Oktober 2013

Von Büchern, Träumen und den Zweifeln...

Hallo ihr Lieben,

ich hatte ja schon erwähnt, ich möchte ein wenig mehr schreiben, als "nur" über die Bücher. Und gerade ist mir sehr danach, mir ein wenig etwas "von der Seele zu schreiben".

Ich hatte euch ja schon im Laufe der XXL-Lesenacht davon berichtet, dass ich mitunter "aus dem Schlaf" heraus schreibe - Kapitel, oftmals aber nur Notizen. Erst gestern hatte ich einen solchen Traum und ich kam diesesmal sogar dazu, die Notiz zu fotografieren - auch wenn ich nicht glaube, dass es für irgendwen hilfreich ist  - der Kontext und alles fehlt ja noch ;)

So also schreibe ich mit geschlossenen Augen im Dunkeln direkt nach dem Schlafen.

Aber ach, was bringen mir die ganzen Notizen? Ich zweifle so sehr daran, irgendwas vernünftiges zustande zu bringen. Ich bin unzufrieden mit allem, was ich bisher geschrieben habe, bin unzufrieden mit dem Verlauf der Geschichte.

Das frustriert mich. Sehr sogar. Ich schaue in mein Bücherregale, sehe so viele erfolgreiche Autoren und Autorinnen, so viele wundervolle Geschichten, die mich fesseln und in andere Welten tragen - und dann sehe ich, was ich hier habe. Und es wirkt halbherzig, lieblos und langweilig auf mich. Als hätte ich einfach nur aus meinen Lieblingsbüchern Aspekte genommen, diese zusammengetragen und irgendwie einen roten Faden hindurch gelegt, der das Ganze irgendwie - mehr Schlecht als Recht - zusammenhält.

Woher kommt dieser plötzliche Frust? Warum? Und was tut man dagegen?

Ihrjenigen, die ihr schreibt: Kennt ihr sowas? Solche  Situationen, in denen ihr verzweifelt, nicht daran glaubt, jemals etwas gut zu machen?
Was tut ihr dagegen?

Kommentare:

  1. Moshi moshi Nezumi.
    Ich denke, Schreiben hilft Dir hier am besten durch. Etwas das Du innerhalb Deines Blogs ja bereits reichlich tust. Angehende 16 000 Klicks, 61 Follower und vor allem "Kommentare" zeigen Dir an, daß Du nicht wirklich "halbherzig, lieblos und langweilig" schreibst. Vertrau Dir ruhig ein wenig.

    Gut, eine Story erzählen ist ein weiterer Schritt. Aber auch kein Hindernislauf. Schon eine Kurzgeschichte geschrieben? Hier läßt sich eine Idee unterbringen und mit Herzblut aufbauen. Zudem ist die Länge des Textes kein Problem; Du schreibst bis Dir ein Ende naheliegend scheint. Schau Dir Deine Traumnotizen durch! Ist etwas dabei, das Dich "anmacht", dann nimm es in Augenschein. Aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Und dann stellst Du Dir die Figuren dafür vor. Den Plot im Hinterkopf, die Akteure in der Hand, hörst Du einfach auf Dein Inneres und schreibst. Einfach zu - denn überarbeiten kannst Du später.
    Danach hörst Du Dir Meinungen dazu an. Mit den gemachten Erfahrungen schreibst Du die nächste Story. Schreiben verlangt nach Regelmäßigkeit.

    Weil nun in der menschlichen Existenz - Höhlenfeuer bis zum Net - jede Geschichte bereits erzählt worden ist, baut auch das was Du schreibst auf all dem Gelesenen, Erfahrenen in Deinem Leben auf. Machen andere Autoren nicht anders.

    Und na ja, jede Geschichte beginnt mit dem ersten Wort. Danach sind alle Sätze, Abschnitte & Kapitel nur die Folge dessen.
    :-)

    bonté

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    1. Vielen Dank, wirklich, für diese aufbauenden Worte. ich denke, ich habe heute einfach ein wenig "Flaute" :)

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    2. ...Seebären poltern ja gern, daß "wer die Flaute kennt, die kleine Brise ahnt".
      :-)

      Für morgen steht die Uwe Laub Lesung uf meinem Plan.

      bonté

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