Freitag, 20. Dezember 2013

[Buch-Rezension] Tochter der Nacht

   Tochter der Nacht
Marion Zimmer Bradley
Broschiert: 299 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 35962833507

Dieses Buch gibt es leider nur noch gebraucht zu kaufen

Buchrücken: 
Die Autorin der "Nebel von Avalon" erzählt die Geschichte der "Zauberflöte" in Romanform neu.
Wie in der Opernvorlage geht es auch hier um den Kampf und den Gegensatz zwischen Licht und Finsternis, Hell und Dunkel, Gut und Böse. Zimmer Bradley verwandelt Mozarts Musik in Worte und erfindet noch eine betörende Fabelwelt hinzu.



Meinung:
Das erste Buch, das ich geschenkt bekommen habe - und kein klassisches Jugendbuch war. Ich habe es schon einmal gelesen, damals mit 12, habe es zu dieser Zeit aber einfach nicht verstanden. Heute, immerhin 12 Jahre später, habe ich mir dieses Buch erneut zur Hand genommen, um Pamina und Tamino durch die Prüfungen der Elemente zu begleiten.

Zunächst vorweg: Die Autorin hat sich hier nicht "nur" der Opernvorlage bedient. Dies erwähnt sie auch im Nachwort, jedoch könnte das für den ein oder anderen begeisterten Opernfan ein Minuspunkt sein. Lässt man jedoch den Opernhintergrund weg, so erwartet uns in diesem Buch eine wundervolle Geschichte, die uns nach wie vor unheimlich viel beibringen kann und will.

Ich habe oft Stimmen gehört, die kritisiert haben, dass manche Dinge nicht erklärt werden -doch dieses Buch ist nicht dazu gedacht, es zu lesen und anschließend ins Regal zu stellen, ohne sich je wieder Gedanken darum zu machen. Die Botschaft sitzt hier einfach tiefer.

Das macht es auch wieder wett, dass die Charaktere vielleicht nicht ganz so ausgereift sind, wie sie sein könnten, ohne dabei wirklich "flach" zu wirken. Wir entdecken zusammen mit unseren Protagonisten die verschiedenen Ebenen ihres  eigenen Charakters, erleben ihre Gefühle mit und werden dazu eingeladen, uns selbst Gedanken zu machen - ein Grund, warum ich für dieses Buch so lang gebraucht habe...

Insgesamt sehr empfehlenswert!



Kommentare:

  1. Ui, das könnte ich auch mal wieder lesen...das fliegt in meinem Regal auch schon ne Weile rum XD Ich mag das Buch auch sehr gern *ganz nostalgisch werd*

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  2. Ist auch ein wundervolles Buch <3

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  3. Grüß Dich, Michelle.
    Marion Zimmer Bradley ist in ihrer Literatur sehr vielseitig gewesen und gehörte mit zu den Autorinnen, die die halsstarrige Publikations-Phalanx der "männlichen" SF durchbrach, ohne ein Pseudonym (Mann!) dafür zu nutzen. Ihr Zusammenwirken von Fantasy & Science Fiction auf Darkover kann noch heute überzeugen. Lohnt sich sie "dort" zu entdecken.

    Joyeux Noel et

    bonté

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    1. Da hast du wohl recht, es lohnt sich, allerdings kam ich noch nicht dazu, viel anderes von ihr zu lesen :) Aber ich bin sicher, das wird noch kommen :)

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