Sonntag, 1. Dezember 2013

[Buch-Rezension] Totenflut

    Totenflut
Bent Ohle
Taschenbuch: 240 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783492264198

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Buchrücken:
Das junge Mädchen wird am Ende dieser Nacht nicht mehr leben. Ebensowenig wie die anderen Mädchen vor ihr. Er hat ihr Grab schon vorbereitet und feinsäuberlich mit einer Nummer versehen. Obwohl schon so viele Mädchen sterben mussten, ist sein Werk noch nicht vollbracht. Doch dann entdecken Jagdhunde eines der Gräber. Aus ganz Deutschland treffen Experten ein, unter anderem die junge ehrgeizige Elin. Sie macht sich auf die Suche nach dem Serienmörder. Dieser hat schon sein nächstes Opfer im Visier: Elin.

Meinung:Der erste Roman des Autors. Vor einigen Monaten habe ich dieses Buch auf dem Grabbeltisch einer großen Buchhandlung gefunden und es mitgenommen. Der Buchrücken klang vielversprechend und das Cover (das einen ganz tollen Schimmer aufweist) hat mich auch angesprochen. Also mitnehmen ;)

Fangen wir mit dem Buchrücken an: Eine Katastrophe. Wirklich. Zunächst sei erwähnt: Elin ist nicht die Protagonistin. Sie ist sozusagen der Side-Kick, unterstützt unseren Protagonisten Schröder (der wohl selbst von seinem Vater nur mit Nachnamen angesprochen wird, was ich sehr befremdlich fand..) und bildet mit ihm ein Team in der neugebildeten Soko. Es folgen wilde Spekulationen, die ich nicht nachvollziehen konnte, die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Schließlich wird Elin selbst zum nächsterkorenen Opfer - wie und warum werde ich nicht erzählen. Nur so viel sei erwähnt: Der Buchrücken erzählt im Prinzip die komplette Geschichte. Eigentlich fehlt nur noch, dass sie dazugeschrieben haben, wer der Mörder ist und warum er/sie das getan hat.
Hierfür kann aber natürlich der Autor nichts.

Kommen wir zu den Charakteren: Viele Charaktere wurden nur grob angerissen, was mich ja immer etwas stört. Natürlich kann man nicht jeden Charakter tiefgehend beleuchten, aber die richtigen. Ich weiß gerade nicht mehr, ob wir jemals den Vornamen unseres Protagonisten erfahren, denn ständig wird er nur Schröder genannt - von allen, inklusive seinem Vater. Das fand ich sehr störend und ich konnte auch oft nicht nachvollziehen, warum er in einer bestimmten Art und Weise reagiert hat.

Über Elin wissen wir noch weniger, außer, dass sie wohl hellsehen kann. Natürlich leisten Profiler eine beeindruckende Arbeit aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand eine "Diagnose" stellt, die einfach absolut perfekt passt....

Die Geschichte ist okay, stellenweise wird etwas zu forsch und schnell die richtige Lösung gefunden, an anderen Stellen wird Spannung erzwungen und so entstehen für mich nicht nachvollziehbare bzw. überzogene Handlungen durch die Charaktere, die oft viel zu theatralisch wirken.

Gegen Ende nimmt die Geschichte nochmal gut Fahrt auf, auch wenn ich wieder mal mit meinem Verdacht richtig lag, wer denn nun der/die Mörder/in ist. Ein paar Dinge haben mir in der Auflösung noch gefehlt, vielleicht fehlt mir hier auch der Spürsinn, um selbst darauf zu kommen.

Insgesamt muss ich sagen: Kein Buch, von dem ich es bereue, es gelesen zu haben; aber auch kein Buch, das man unbedingt in seinem Bücherregal stehen haben muss.

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