Samstag, 4. Januar 2014

[Buch-Rezension] Die Kälte in dir

   Die Kälte in dir
Oliver Kern
Taschenbuch: 450 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783802592898

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Buchrücken:
Der Schädel gespalten, der Bauch aufgeschlitzt... jäh wird Stuttgart von einem abscheulichen Verbrechen aus seiner hochsommerlichen Trägheit gerissen, als die grausam verstümmelte Leiche eines Pensionärs gefunden wird. Komissarin Kristina Reitmeier ist ratlos: Wer hatte solch einen Hass auf den Toten, um ihn derart zuzurichten? Doch egal, in welche Richtung sie auch ermittelt, alle Spuren scheinen i Sande zu verlaufen. Erst als weitere Leichen auftauchen, lässt sich ein Muster erkennen: Ein Serienmörder ist am Werk, und er hat es auf Übergewichtige abgesehen...


Meinung:
Dieses Buch kam als Rezensionsexemplar von vorablesen.de/ bekommen. Wenn schon quasi vor meiner Haustür ein Mord geschieht, sollte ich ja auch dabei sein und wissen, was da vor sich geht?

Mitten im Hochsommer wird die schon etwas ältere Leiche eines beleibten Pensionärs gefunden - und schon kurz darauf stellt sich heraus: Diesem Mord sollten weitere folgen und es steckt Methode dahinter. Doch wer tut so grausame Dinge und warum?
Dies herauszufinden ist die Aufgabe von Kristina Reitmeier - da sie aber derzeit nicht mobil ist, wird ihr Daniel Wolf als Chauffeur zur Seite gestellt.
Innerhalb einer Woche häufen sich die Leichen und die Indizien - neue Spuren ergeben sich, andere verlaufen sich und werden ausradiert. Bis dann am Ende der wahre Täter und sein Motiv überführt werden können...

Was mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat, war, dass die Geschichte in bekanntem Terrain spielt - jeder der Schauplätze war mir bekannt, ich konnte die Gegenden abrufen und das macht das Ganze irgendwie nochmal intensiver. Nachdem ich die Information bekam, dass ich das Buch zugeschickt bekäme, ergab es sich auch durch Zufall, dass ich den guten Oliver persönlich kennenlernen durfte (bei Ankas Geburtstag). Noch ein Grund, das Buch zu lesen - von der vielversprechenden Geschichte mal ganz abgesehen ;)

Zur Geschichte selbst: Das ist ziemlich schwer. Die Geschichte ist grandios, hervorragend erzählt. Die Spannung wird wundervoll aufgebaut, wir erfahren genug, um selbst kombinieren zu können, aber es wird auch nie zu viel verraten, so dass immer eine gewisse und angenehme Grundspannung vorhanden ist - Olivers toller Schreibstil und die Erzählweise, die Sprünge zwischen den Charakteren tragen ihren Teil dazu bei. Sympathische Charaktere (ich persönlich habe ja einen Narren an unserem Finnen gefressen), die wir im Laufe des Buches kennenlernen, die mag mögen kann und von denen man zwar durchaus immer wieder mal vorraussagen kann, wie sie reagieren, dennoch aber auch oft überrascht wird. Zwar gab es ein paar Situationen, in denen ich Daniel an die Wand hätte schlagen mögen, aber... Na gut ich mag ja auch nicht zu viel verraten.

Nun aber zum Aber - das soll relativ klein ausfallen. Ich persönlich empfinde die Einordnung des Buches recht schwer. Es ist als "Thriller" deklariert, geht für mich aber doch stärker in die Krimi-Richtung. Ich würde sagen, das Buch bewegt sich irgendwo dazwischen.
Und das mag jetzt einiges heißen, denn ich habe ja schon öfter erwähnt: Ich mag keine Krimis. Krimis langweilen mich. Oliver hat es hier aber geschafft, die Geschichte so zu erzählen, dass sie mich gefesselt hat und das allein sollte ein großes Kompliment an den Autor sein.

Dieses kleine Aber schafft es auch nicht, mich von meiner durchweg positiven Bewertung abzuhalten:

Kommentare:

  1. Moshi moshi Nezumi.
    Spricht doch von Können, wenn Dich das Buch "selbst als Krimi" in Spannung versetzt hat. Wird Oliver Kern sicher freuen.

    Hier liegt wohl auch der Reiz an Geschichten - daß sie uns zu überraschen wissen. Im Ideal der Fälle!

    bonté

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    1. Ohja, das stimmt! Ich muss ja gestehen, dass ich gegenüber Krimis immer ein wenig voreingenommen bin. Aber der gute Oliver hat hir definitiv Können an den Tag gelegt, das nicht alltäglich ist! Ein tolles Buch!

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  2. Vom Klappentext her hat mich das Buch nicht so angesprochen, aber jetzt hast du mich doch neugierig gemacht! :-)

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    1. Vermutlich hätte ich es rein vom Klappentext her auch nicht gelesen ;) Aber so bin ich doch ganz froh, dass ich es hier habe :)

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