Montag, 24. Februar 2014

[Buch-Rezension] Frostkuss

   Frostkuss
Jennifer Estep
Taschenbuch: 400 Seiten
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Touch of Frost
ISBN: 9783492702492

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"Mein Name ist Gwen Frost. Sobald ich einen Menschen berühre, sehe ich seine ERinnerungen und seine Vergangenheit vor mir - alles, was er erlebt oder gefühlt hat. Ich kenne seine seine geheimsten Wünsche und Sehnsüchte...

Doch diese Gabe ist ein Fluch. Wenn der Junge, den ich küsse, an eine andere denkt. der wenn ein Mädchen ermordet wurde, und ich die Einzige bin, die ihren Mörder kennt..."




Cover/Aufmachung

Das Cover ist in weiß-blau gehalten, wodurch der Titel "Frostkuss" wieder schön aufgegriffen wird. Allerdings hätte ich mir doch gewünscht, dass sich außer dem Frost-Thema ein wenig mehr des Buchinhaltes auf dem Cover wiederfindet.
Klappt man innen auf, zeigt sich das Bild eines alten, relativ heruntergekommenen Hauses - ich muss gestehen, den Sinn dahinter nicht zu verstehen...
Die Kapitel beginnen stets auf der rechten Seite, so dass wir immer wieder mal leere Seiten in dem Buch finden. Am Anfang eines Kapitels befindet sich in der oberen linken Ecke immer wieder dieser "Nebel" den wir auch auf dem Cover sehen können, allerdings "nur" schwarz-weiß.
Alles in allem also von der Aufmachung her sehr schön und es sieht auch wirklich schön aus im Regal.

Inhalt/Geschichte

Ui. Wo fange ich hier an? Wir begleiten Gwen Frost durch einige Tage an der Mythos Academy - einer Schule für Walküren, Amazonen, Spartaner und was die Mythologie eben sonst noch so hergibt. Effektiv bekommen wir aber davon nur wenig mit, außer, dass Mythengeschichte langweilig ist, unsere Protagonistin Sport (aka Kampftraining) hasst und sie abends in der Bibliothek schuften muss.  Eines abends aber geschieht etwas Schreckliches in der Bibliothek - ein Mädchen wird ermordet. Und allen scheint es egal zu sein, außer Gwen, die beschließt, dass sie ihrem Gefühl, etwas stimme nicht, folgen und auf eigene Faust nachforschen möchte. Dabei verliebt sie sich, findet endlich Freunde und erfährt auch, warum sie, die sie doch eigentlich mit den ganzen Göttern und Göttinnen nichts zu tun hat, auch hier auf der Mythos Academy ist.

Charaktere

Hier geht es natürlich hauptsächlich um Gwen - Gwendolyn Frost, unsere Protagonistin, die uns durch die ganzen 400 Seiten begleitet.  Obwohl das Wort "leider" wirklich gemein ist, fällt mir kein anderes ein - ich mag Gwen nicht. Wirklich nicht. Ich habe versucht, mich auf sie einzulassen, habe versucht, sie zu mögen, aber ich habe es einfach nicht geschafft. Ich hatte gehofft, dass sich das im Laufe des Buches noch legt, aber leider Fehlanzeige... Die ständigen Wiederholungen ihrerseits gehen mir unheimlich auf die Nerven und diese Mischung aus "Keiner mag mich, ich bin sooo allein!" und "Ich glaub das alles hier sowieso nicht und ihr seid alle doof" ging mir einfach so dermaßen auf die Nerven, dass ich mehrfach versucht war, das Buch zu schließen und ihr zumindest in meiner Fantasy um die Ohren zu schlagen. Meine Güte! Es passiert mir wirklich nicht oft, dass ich mit einer Hauptperson einfach so überhaupt gar nichts anfangen kann. Also wirklich GAR nichts. Gwen hat es geschafft. Bravo, gut gemacht, du Nervensäge!
Aus dem Material, das Gwen liefert - Mutter tot, merkwürdige Fähigkeiten, die zig traumatische Erlebnisse in ihren Kopf projiziert haben usw.- hätte man so viel herausholen können. Muss man aber natürlich nicht...

Schreibstil

Wiederholungen scheinen ein beliebtes Element der Autorin zu sein, denn immer und immer wieder finden sie sich - und das in einem Ausmaß, das einfach nervig ist. Ich weiß nicht, wie oft ich gelesen habe, dass die Statuen unheimlich lebensecht - zu lebensecht - wirken; dass die Sphinxen doch nichts getan haben, wie schlimm Sport ist und so weiter. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, so dass wir regelmäßig Einblick in Gwens Gedankenwelt haben. Vermutlich sollte der Schreibstil der hippen Jugendsprache entsprechen oder sowas, aber meine Güte... Die Art, zu schreiben hat mir regelmäßig die Lust aufs Lesen verdorben, was hauptsächlich an der Wortwahl lag.
Leider muss ich hier aber zusammenfassend sagen, dass ich schon deutlich bessere Laien-Werke gelesen habe, die (leider) nicht veröffentlicht wurden...





 
Es tut mir in der Seele weh, schlechte Kritiken zu verteilen, denn ich weiß, wie viel Herzblut in einer solchen Arbeit steckt - oder stecken müsste. Ich weiß auch, dass viele jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen werden, aber ich mochte dieses Buch einfach absolut nicht. Gegen Ende würde es ein wenig besser, weshalb ich mich gerade so noch durchringen kann (anders kann ich es nicht formulieren) ganze zwei Punkte zu vergeben, obwohl ich ursprünglich nur einen vergeben wollte...


Kommentare:

  1. :D Ich hatte währed des Lesens oft den Drang gehabt das Buch aus dem Fenster zu werfen, konnte mich aber noch beherrschen und habs danach einfach auf Tauschticket gegen 2 andere Bücher ertauscht (beste Entscheidung^^) naja jedenfalls kann ich dein Fazit voll und ganz nachvollziehen ;) sehr schön geschrieben :)

    LG ♥

    LG ♥

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    1. Ohhhja ich hab es auch öfter mal weggewünscht ;) Mal sehen, ob ich es vertauschen kann, behalten brauch ich es nicht. :D Schade, ich hatte mich wirklich darauf gefreut :/

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