Montag, 3. März 2014

[Buch-Rezension] Raum 213 - Harmlose Hölle

   Raum 213 - Harmlose Hölle
Amy Crossing
Taschenbuch: 173 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783785578711

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Die Eerie High sieht auf den ersten Blick aus wie eine normale Schule, doch ein Zimmer ist das personifizierte Böse: Raum 213. Jeder, der diesen Raum betreten hat, musste die Hölle durchleben - oder hat es nicht überlebt.

Für Liv scheint es gerade nicht schlimmer kommen zu können: Ihr Freund hat auf einer Party eine andere geküsst - vor ihren Augen! - und sie wird von dem unheimlichen Ethan verfolgt. Er bedroht sie, macht komische Andeutungen. Liv ist eingeschüchtert, nimmt die Drohungen jedoch erst nicht ernst. Bis sie ein Mädchen in ihrem Garten findet - Ethans Ex-Freundin, ermordet!



Cover/Aufmachung

Obwohl ich bei dem Cover keinen Zusammenhang zur Geschichte herstellen kann, muss ich sagen, dass es mich doch anspricht - mir gefällt die Farbgestaltung und dass es trotz allem nicht überladen wirkt. Die Seiten sind schön simpel gehalten ohne viel Zierde, so dass sich dieses Buch auf das Wesentliche konzentrieren kann.
Was mich allerdings stört, ist, dass der Klappentext herzlich wenig mit dem zu tun hat, was man letztlich im Buch vorfindet - dazu aber natürlich gleich nochmal mehr. 

Inhalt/Geschichte

 Daniel - Livs Freund - hat vor ihren Augen eine andere geküsst. Obwohl er beteuert, dass es nicht so ist, wie sie denkt, kann (und will) Liv ihm nicht glauben. Sie läuft weg und begegnet bei ihrer "Flucht" Ethan. Dieser warnt sie, sagt ihr allerdings nicht, wovor. Als Liv zuhause ankommt, muss sie entdecken, dass jemand im Baumhaus auf sie wartet...
Es entwickelt sich eine Geschichte um Liv, Ethan und Jessie (Livs Bruder), die den Leser in den Bann zieht und das Buch so zum wahren Pageturner werden lässt.

Charaktere

Nun, hier ist es etwas schwerer. Obwohl wir einige Dinge mit unserer Protagonistin und ihrem Bruder erleben, war es für mich recht schwer, Liv zu fassen. Zugegebenermaßen ist es auch nicht einfach, einen tiefgründigen Charakter mit Ecken und Kanten zu erstellen, wenn das Buch nicht mal 180 Seiten hergibt. Dafür hat es Amy Crossing aber hervorragend geschafft! 

Schreibstil

Der Schreibstil entspricht dem ganzen Buch: Kurz, aufs Wesentliche konzentriert,  geradlinig. Es lässt sich gut zwischendurch lesen und ist auch für jüngere Leser (Jungendliche! Nicht für Kinder!) gut geeignet, um sie an Bücher heranzuführen (sofern das nicht schon passiert ist ;) ). Ein ausschweifender Schreibstil hätte mich hier wohl eher gestört.


Ein durchaus gelungenes Buch, bei dem ich mir sehr auf die Fortsetzung, sie schon in einer Woche erscheinen wird. Ich hoffe dass wir Liv im Laufe der Reihe noch besser kennenlernen werden, denn der mir fehlende Zugang zu den Charakteren ist der einzige Minuspunkt, den ich verteilen mus..

Kommentare:

  1. Bonjour, Michelle.
    Türkis ist jetzt auch eine feine Farbe. Zum Klappentext: Solange dort nichts von "posthuman" oder "restruktive Sozio-Analogie" steht, kann es ja noch angehen. ;-)

    Wieder eine Story, die ihren Ausgang in einer In-flagranti-Szene hat - netter Zufall. Wobei treulosen Nasen etwas besseres einfalen sollte als "es ist nicht so wie es aussieht". Über das Triangel im Baumhaus (Liv, Ethan und Jessie) gibst Du Dich sehr Mysteriöse. "Schlimmer" als ein Teaser. :-)

    Ein Charakter läßt sich im Ideal der Fälle auch in einer Kurzgeschichte von einigen Seiten aufklappen; vermutlich muß sich die Autorin für ihre Protagonistin noch weiter einschreiben. Sie hat Dich damit aber immerhin bereits neugierig gemacht.
    Manchmal kann man/frau eine Story nicht anhand einzelner Bände beurteilen.

    Du liest Dich gerade durch einen Klassiker des modernen Vampirmythos. Prä-Edward sozusagen.

    Heute schon gelacht?

    bonté

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    1. Ohayou~

      das stimmt wohl, eine tolle Farbe, wenn auch nicht unbedingt ein Favorit meinerseits. Da tendiere ich doch eher zu den "klassischen" Farben - schwarz, rot, blau. Silber auch, sofern man das als Farbe zählen lassen möchte.

      Und ja, scheinbar habe ich die letzte Zeit einen gesteigerten Bezug zu untreuen Kerlen ;) Allerdings muss man hier zugute halten: sooo unrecht hat er in dieser Geschichte nicht. Oh ja - mal wieder ein wenig reizen. Schließlich möchte ich ja trotz allem nicht, dass das Buch nicht gelesen wird. Es ist ja mein Ziel, neugierig zu machen ;)

      Es ist durchaus möglich, einen Charakter in einer Kurzgeschichte differenziert zu betrachten, ja, aber es ist schwer. Und da es sich hier um eine Reihe handelt, nehme ich an (bzw. hoffe ich stark), dass wir mehr über Liv und Co. rausbekommen werden, wenn wir uns den nachfolgenden Bänden widmen. Gespannt bin ich auf jeden Fall!

      Oh ja - endlich mal wieder richtige Vampire (wobei ich ja gestehen muss, dass Louis mir mitunter doch etwas auf die Nerven geht ;) ). Die glitzern nur einmal und das recht kurz in der Sonne...
      Wie auch schon bei Frankenstein wage ich mich nun endlich mal an die englische Version - wenn auch im neuen (mich durchaus ansprechenden) Gewand. Wird ja auch mal Zeit ;)

      Und ich muss sagen: Prä-Edward hat mich tatsächlich zum Schmunzeln gebracht. ;)

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  2. ...ein Schmunzeln ist doch schonmal was!
    Deinen 229 Worten entnehme ich zudem, daß es Dir heute wieder wohliger geht. :-)
    Domo arigato.

    'Byzantium' hat mir auch anmerkenswerte Vampire zu bieten vermocht.

    bonté

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