Sonntag, 13. Juli 2014

Paris - Teil 2

Oder auch: The Concert-Day!

Herzlich willkommen zum zweiten Teil meines Berichtes der Paris-Reise von Alice und mir. Ich habe euch ja schon im ersten Teil vom Tag unserer Ankunft erzählt und nun ist es Zeit, euch vom Paris-Freitag zu berichten.

Nachdem wir am Donnerstag dann endlich mal schlafen konnten (was bei mir unheimlich lang gedauert hat, den ich war so klug und habe meine Schmusesachen daheim liegen lassen...), wurden wir recht unsanft und früh geweckt. Ich bin gegen 3:00 morgens eingeschlafen (oder sagen wir: um 3 habe ich zuletzt auf die Uhr gesehen) - und um ca. 4:30 morgens (!) wurde ich von unsanftem Piepen geweckt. Zunächst dachte ich, es handele sich um einen Wecker, der aus welchen Gründen auch immer nicht ausgeschaltet wurde. Mein nächster Gedanke war, dass es mein Laptop wäre, der sich überhitzt hat,  bis mir eingefallen ist, dass ich diesen ausgeschaltet hatte.
  Nachdem aber auch eine gefühlte Ewigkeit später das Piepen anhielt und wir alle wach waren, stellten wir dann doch fest, dass hier etwas nicht stimmt. Also alle raus aus den Betten,  eine unserer Zimmernachbarinnen öffnete die Tür - und ja, das Piepen wurde unerträglich laut. Feueralarm. Um halb fünf morgens. Das wird ja wohl keine Übung sein!
  Alice und eine weitere Dame haben einen Blick aus dem Fenster geworfen - weit und breit keine Flammen, kein Feuerschein, kein Rauch, selbst Passanten gingen in aller Seelenruhe an uns vorrüber. Doch eine Übung? Oder sind Franzosen einfach so?
  Wir haben einstimmig beschlossen, noch kurz zu warten (ja, leichtsinnig, ich weiß ;) ) und kurz darauf wurden wir erlöst: Fehlalarm. Der Feueralarm wurde (ich möchte nochmals betonen es war HALB FÜNF IN DER FRÜH!) versehentlich ausgelöst. Oh ich hatte ja SO gute Laune, nachdem ich nach nicht mal 1,5 Stunden Schlaf so sanft geweckt wurde für - naja, für nichts.
  Zum Glück konnte ich dann doch noch einschlafen und kam so in dieser Nacht auf immerhin 4 Stunden Schlaf. Juhu!

Für diesen Tag waren wir ja schon vollkommen verplant, denn der eigentliche Grund unserer Reise stand an: Das Konzert des japanischen Musikers Kamijo <3 Wer mich kennt, weiß dass ich einen Faible für Japan und insbesondere diesen Herrn habe ;)
  Nach dem Aufstehen haben wir uns also ganz ruhig dem Frühstück gewidmet, denn wie man weiß, sind Konzert-Tage anstrengend und lang und voller Entbehrungen - das gehört ja dazu!
  Für diejenigen unter euch, die noch nicht auf einem J-Rock-Konzert waren: J-Rock ist Krieg! Wirklich. Da zerbrechen Freundschaften, Eheleute lassen sich scheiden und Familien wenden sich von einander ab!
  Soll heißen: Einmal an der Halle angekommen gibt es kein zurück. Das heißt weiter: Eine Stunde vor Konzerteinlass hat man keine Chance - man sollte schon mindestens sechs Stunden früher da sein.
  Wo war ich? Achso, ja. Nach dem Frühstück haben wir uns direkt daran gemacht, uns hübsch zu machen. Man will  ja gut aussehen! Denn das ist DER Indikator für die Qualität des Konzerts. Je zerstörter man nach dem Konzert aussieht, umso besser. Und gerade, wenn man vorher umso besser aussah ;)

Ich habe euch ein kurzes Video mitgebracht, aber die Qualität hat ziemlich gelitten. Nichts desto trotz, unsere Vorbereitungen:



Gut, ich war schon fast fertig, wie ihr sehen könnt. Von diesem Tag habe ich leider gar keine weiteren Bilder, die ich euch zeigen möchte, aber dafür vom Samstag und das Outfit war das selbe ;)

Frisch gestylt ging es also daran, los zur Halle zu gehen. Dort angekommen haben wir uns mit besagten Freunden getroffen und ... naja... gewartet. Und gewartet. Und noch mehr gewartet. Insgesamt waren es, glaube ich, 5 oder 6 Stunden, die wir mehr oder weniger gemütlich vor der Halle saßen.  Juhu.
  Zwischendurch durften wir aber an den Merchandise-Stand, der - anders als sonst üblich - vor dem Eingang aufgebaut wurde. Wir haben uns auch direkt eingedeckt mit T-Shirts, Fotosets und Checkis:

Checkis <3
T-Shirt














Die Fotosets zeige ich euch nicht - ich bin gemein ;)



Als wir dann endlich rein durften, als VIPs immerhin eine Stunde früher, wurden wir einen kleinen Umweg über die Empore geleitet. Etwas verwirrt, weil es da oben eben so leer war, ging ich weiter, wurde dann aber freundlich von einem Staff aufgehalten, der mir mitteilte, ich solle ruhig bleiben, mich einen Moment gedulden und nicht nervös sein. .. Hö?
  Ach tatsächlich! Das Meet & Greet, da war ja was. Und wenn man genau hingesehen hat, hat man den guten Herrn auch da sitzen sehen.  Also bin ich zu ihm hin, habe artig einen guten Abend gewünscht und wurde von ihm mit den Worten "Ahhh little vampire girl!" begrüßt. Herrlich. Was ich da so vor mich hingefaselt habe, erspare ich euch ;) Letztlich habe ich brav mein Geschenk übergeben und bin nach unten zu Alice - erste Reihe rockt :D

Zum Konzert selbst will ich nicht viele Worte verlieren - es war ein grandrioses Konzert, das uns wieder einige Monate von tollen Erinnerungen zehren lässt und uns mit ein paar schönen Insidern zurück lässt.  Für euch habe ich daher "nur" einen kleinen Eindruck von der Musik, die ich euch ans Herz legen mag.



Nicht unbedingt jedermanns Sache, das weiß ich, aber für mich definitiv hörenswert <3

Nach dem Konzert sind wir auch schon nach Hause - jeder Knochen, jeder Muskel und jede Sehne hat geschmerzt, die letzten blauen Flecken heilen gerade erst ab. Im Hostel angekommen gab es für uns auch wirklich nicht mehr viel - umziehen, abschminken, versuchen, das gröbste Gewirr aus den Haaren herauszubekommen (und daran scheitern), Bilder von den Checkis machen (ich gestehe: das T-Shirt-Bild ist vom Samstag ;) ) und beschließen, dass es reicht und wir dringend ins Bett müssen.

Ihr seht, zu berichten hatten wir an diesem Tag nicht so viel, denn es war ein Tag, den man vollkomme erleben musste. Beim nächsten Bericht (ich schreibe vorsichtshalber mal nicht "morgen" ) habe ich dann wieder mehr für euch... Viiieeel mehr ;)

Bis dahin wünsche ich euch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die Woche <3

Kommentare:

  1. Bonsoir, Michelle.
    Eigentlich gut, daß "nur" jemand seine Wurstfinger nicht unter Kontrolle hatte...und Ihr habt ja Ruhe bewahrt. Obschon, eigentlich besagt das Prozedere ja, daß selbst bei einem Fehlalarm ein solches Gebäude geräumt werden muß.
    Eigenartige Sitten. :-)

    Witzig fand ich ja, daß Ihr in "Schlafwagenkabinen" genächtigt habt.

    So, dann legen sich die Damen also voll ins Zeug; solange es nur bei blauen Flecken bleibt - das Ungestüm der Jugend tztz... ;-)
    Dein Musikbeispiel habe ich mir natürlich gegönnt. In Anlehnung an Queen, "Nippon Rhapsody". Nicht ganz Ziggy Stardust.

    Darf ich vermuten, daß Dein Puls irgendwie die Decke durchbrach, beim Meet & Greet. Und dann läuft Du noch an dem Guten vorbei - muß ja echte Notbeleuchtung gewesen sein. :-)

    Ich denke, in der Nacht bist Du schneller eingeschlafen!

    Dann erlaube ich mir noch ein Kompliment für Euer beider Kleider (das von Alice habe ich auf Ihrer Seite sehen können).

    bonté

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    1. Ohayou gozaimasu~

      Japanisch liegt mir immernoch deutlich mehr als Französisch ;)

      Wir waren einfach alle sehr wütend - vor allem am nächsten Morgen, als sich herausstellte, dass dieser Fehlalarm Absicht war ;)

      Mein Puls blieb erstaunlich regelmäßig bei dem Schummerlicht-Treffen mit dem werten Herren. Lediglich seine Begrüßung hat mich kurzzeitig aus dem Konzept gebracht. Aber ich habe mich natürlich ganz brav wieder gefangen :)

      In dieser Nacht bin ich tatsächlich erstaunlich schnell eingeschlafen :)

      Und vielen Dank für das Kompliment - im folgenden Bericht wird es mehr davon geben :)

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