Sonntag, 21. September 2014

[Buch-Rezension] Der Seelenbrecher

   Der Seelenbrecher
Sebastian Fitzek
Taschenbuch: 368 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN:  978-3-426-36792-0


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Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres...
Drei Frauen - alle jung, schön und lebenslustig- verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den "Seelenbrecher" nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen - wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt...



Cover/Aufmachung
   Ein Buch im Buch - und wir bekommen das Cover gezeigt. Sehr düster, unheimlich und durch die rote Schrift auch sehr bedrohlich. Dennoch muss ich sagen, dass ich das Buch allein des Covers wegen wohl nicht geholt hätte - dazu ist es mir ein wenig zu "langweilig". Der Name "Sebatian Fitzek" hätte es dann aber definitiv wieder rausgerissen ;) 

Inhalt/Geschichte
  Die ganz kurze Zusammenfassung: Zwei Studenten lesen eine zugegeben etwas ungewöhnliche Krankenakte. 
  Doch damit nicht genug: Die Patientenakte ist aufgebaut wie ein Buch und berichtet von Caspars Erlebnissen in der Nacht, in welcher der Seelenbrecher in die Teufelsbergklinik eindrang. Caspar selbst hat sein Gedächtnis verloren - er weiß nicht, wie er heißt, woher er kommt, warum er hier gelandet ist. Die Leute in der Psychiatrie nennen ihn Caspar, damit er überhaupt einen Namen hat, mit dem sie ihn ansprechen können.
  Kurz vor Weihnachten ereignet sich vor der Klinik ein Unfall - ein Krankentransporter verunglückt und der darin befindliche Patient wird in die Teufelsbergklinik gebracht, um ihn dort zu betreuen, bis Hilfe eintreffen kann. Denn es tobt ein schlimmer Schneesturm, der die Klinik von der Außenwelt abschneidet.
  Als plötzlich Frau Dr. Dorn apathisch aufgefunden wird und man in ihrer Hand einen Zettel vorfindet, wächst ein furchtbarer Verdacht in den Menschen in der Klinik, denn dieses Vorgehen trägt ganz eindeutig die Handschrift des Seelenbrechers. Und das kann nur eines heißen: Der Seelenbrecher ist mit ihnen in der Klinik. Und sie haben keine Chance, ihm zu entkommen.


  Das Buch spielt auf zwei Ebenen: einmal die Ebene der Krankenakte, in der wir die ganzen Geschehnisse der Schreckensnacht in der Psychiatrie nachlesen können. Zum anderen haben wir die Gegenwart, in der zwei Studenten unter Aufsicht eben jene Aufzeichnung lesen. Diese Ebene jedoch wird erst zum Ende hin wieder interessanter.

Ich will euch nicht weiter spoilern, nur so viel: Das letzte Rätsel hat mich tatsächlich verfolgt. Ich bin nachts aufgewacht und hab mich gefragt, was die Lösung sein könnte. Zum Glück bin ich dann aber allein darauf gekommen und damit war der Spuk vorbei. Vielen lieben Dank für durchwachte Minuten, Herr Fitzek! 

Charaktere 
  Unser Protagonist ist Caspar - so zumindest wird der Amnesie-Patient in der psychiatrischen Klinik genannt. Seinen richtigen Namen weiß Caspar nicht. Er weiß auch nicht, woher er kommt, was ihn vor die Tore der Klinik getrieben hat, was er von Beruf ist, ob er Familie hat oder nicht. Alles, was er weiß, ist das, was man ihm erzählt hat: Nach einem Sturz hat der das Bewusstsein und sein Gedächtnis verloren und wurde nur knapp vor dem Tode gerettet. Der Hausmeister fand ihn schneebedeckt im Straßengraben liegen und brachte ihn in die Klinik, in der er seither lebt. Nach und nach drängen immer mehr Erinnerungen an die Oberfläche, ausgerechnet in der Nacht, die sie mit dem Seelenbrecher in dem Haus verbringen müssen. 

  Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf Caspar. Wir begleiten ihn durch die Schrecken dieser Nacht, obwohl ich an der Klinik-Oma ja einen Narren gefressen habe. Obwohl Caspar sich nicht erinnern kann, wer er ist, hat er wundervoll ausgeprägte Charakterzüge. Nichts anderes hat man von einem Fitzek-Charakter erwartet, nicht wahr? Natürlich und auch in diesem Buch hat uns der werte Herr Autor nicht enttäuscht! Caspar ist ein wundervoller Charakter, auch wenn die Geschichte des Charakters für mich nicht überraschend kam ;) 


Schreibstil/Übersetzung
  Was soll ich euch hier noch erzählen? Habt ihr schon mal einen Fitzek gelesen? Ja? Gut, dann wisst ihr, was euch hier erwartet. Wenn nicht, habt ihn ohnehin noch etwas nachzuholen und ich empfehle euch, schnellstmöglich eines seiner Bücher zu lesen, denn allein der Schreibstil ist es wert. 


 Ein klassischer Fitzek, den ich unheimlich gern gelesen habe, der mich wunderbar unterhalten hat und den ich persönlich zu einem der unterhaltsamsten Fitzeks zähle. Absolute Leseempfehlung für alle Thriller-Freunde!



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