Mittwoch, 15. Oktober 2014

[Buch-Rezension] Das Labyrinth erwacht

   Das Labyrinth erwacht
Rainer Wekwerth
Hardcover: 408 Seiten
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-401-06788-9


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Band 2
Band 3


 Das Labyrinth. Es denkt. Es ist bösartig.
Sieben Jugendliche werden durch Raum und Zeit versetzt.
Sie wissen nicht mehr, wer sie einmal waren.
Aber das Labyrinth kennt sie.
Jagt sie.
Es gibt nur eine einzige Botschaft an jeden von ihnen:
Du hast zweiundsiebzig Stunden Zeit das nächste Tor zu erreichen oder du stirbst.
Problem Nummer Eins, es gibt nur sechs Tore.
Problem Nummer Zwei, ihr seid nicht allein.
 Quelle


Cover/Aufmachung
   Ich liebe es ja, wenn sich der Titel abhebt - das Gefühl beim Anfassen ist herrlich. Ich gestehe, dass ich aber bei diesem Cover einfach immer an Lochgitter denken muss, wenn ich das Buch sehe - allerdings hat es aber auch eine unheimlich bedrückende Wirkung, was unheimlich gut zum Buch gepasst hat.
  Was mich etwas irritiert, ist, das ich nur 6 Personen in den "Löchern" zählen konnte, obwohl wir ja mit 7 starten.
 Insgesamt muss ich leider sagen, dass mich das Cover selbst nicht so sehr angesprochen hat - dafür finde ich es toll, wie die Kapitel gestaltet sind und das sie immer auf einer neuen Seite anfangen. Im Gesamten also absolut in Ordnung. 


Inhalt/Geschichte
    Ohne Erinnerung an ihre Vergangenheit erwachen sieben Jugendliche an einem ihnen vollkommen unbekannten und lebensfeindlichen Ort. Sie tragen nichts bei sich, nicht einmal Klamotten. Alles, was sie bekommen, ist ein Rucksack, der ein paar Vorräte, Klamotten und noch ein paar Dinge, die sie zum Überleben benötigen, beinhaltet - für jeden einen. Dabei wissen sie nicht mal, wie sie dort hin gekommen sind und wozu sie hier sind.
  Nur Jeb hat eine grobe Ahnung, denn in seiner Tasche befand sich der einzige Hinweis den sie haben: Sie sind zu siebt; finde die anderen! Ihr habt 72 Stunden Zeit, um die Tore zu finden, die euch in die nächste Welt bringen. Für euch sieben gibt es sechs Tore. Eine/r muss zurück bleiben. Und ihr seid nicht allein in dieser Welt.

Zugegeben habe ich das Buch erst gekauft, nachdem ich den guten Rainer (vielen Dank für die Signatur!) kennengelernt hatte und in Aussicht stand, ohn bald wieder zu sehen. Er hat hier eine spannende, mitreißende Geschichte geschrieben, bei der ich aber ein wenig Schwierigkeiten hatte. Das Lesen hat mir Spaß gemacht, allerdings hatte ich oft das Gefühl, dass es sich ganz schön hinzieht. So habe ich für das Buch relativ lang gebraucht, weil mir auf einer Seite zwar ein wenig der Lesespaß genommen wurde, die Geschichte mich aber unheimlich gepackt hat, so dass ich trotzdem immer weiter gelesen habe.
  Zwangsweise beschäftigt man sich damit, wie man selbst mit einer solchen Situation umgehen würde. Wie lange könnte ich das Alles überleben? Könnte ich den anderen vertrauen? Könnte ich eventuell sogar jemanden töten, um mein eigenes Weiterleben zu sichern? Würde ich mich opfern?
  Es war diese Reflexion, die mich unheimlich fasziniert hat. Das ist etwas, das für mich eine gute Geschichte ausmacht: Sie bringt mich dazu, über mich, mein Verhalten und meine Angewohnheiten nachzudenken.
  Logische Sache: Ich freue mich darauf, Band 2 - Das Labyrinth jagt dich - zu lesen!



Charaktere
  Wenn es geht, picke ich mir an dieser Stelle ja gern den absoluten Hauptcharakter heraus, um zu zeigen, wie gut (oder schlecht) man ihn (oder sie) im Laufe der Geschichte kennenlernen konnte. Das ist hier ein wenig schwer, denn immerhin haben wir sieben Charaktere, mit denen wir uns beschäftigen können. Deshalb versuche ich, einigermaßen allgemein zu bleiben.

  Obwohl unsere Charaktere nichts mehr von ihrem bisherigen Leben wissen, haben sie doch bestimmte "antrainierte" Charakterzüge behalten - was es unheimlich spannend macht. Warum reagiert ein Charakter auf genau diese Art und Weise? Was aus seinem "früheren Leben" hat ihn dahingehend beeinflusst?
  Jeder der sieben Jugendlichen hat einen einzigartigen, interessanten Charakter, den Rainer Wekwerth wunderbar beschreibt. Er versteht es ungemein gut, Interesse an den Personen zu wecken, sie sympathisch erscheinen zu lassen - oder eben auch nicht...



Schreibstil/Übersetzung
  Wieder mal darf man nicht vergessen, dass wir hier ein Jugendbuch vorliegen haben.  Es ist ein tolles Buch und Rainers Schreibstil ist herrlich angenehm zu lesen. Schreibfehler habe ich keine gefunden und das eine, für mein Empfinden irgendwie merkwürdig gesetzte Komma ist zu vernachlässigen - ich weiß schon gar nicht mehr, wo genau ich das gefunden hatte.
  Einfach, toll und super zu lesen!


Ein schönes Buch, das nicht nur Jugendliche zum Nachdenken anregt. Toller Auftakt für eine vielversprechende Trilogie!

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