Sonntag, 19. Oktober 2014

[Buch-Rezension] Wie Sterne so golden

   Wie Sterne so golden
Marissa Meyer
Hardcover: 608 Seiten
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Cress
ISBN: 978-3-551-58288-1

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Band 1
Band 2

 Von ihrem Fenster aus kann Cress den Mond sehen - und die Erde, denn das Mädchen mit den meterlangen blonden Haaren lebt seit ihrer Kindheit in einem Satelliten, allein, gefangen gehalten von der bösen Königin Levana. Doch in all den Jahren der Einsamkeit hat sie sich zu einer begnadeten Hackerin entwickelt. Als eines Tages Cinder und ihre Gefährten zu ihr Kontakt aufnehmen, scheint der Traum von einer Flucht zum Greifen nah. Aber die Rettung per Raumschiff misslingt und Cress rast in ihrem Satelliten auf die Erde zu. Diesmal jedoch ist sie nicht allein, denn der charmante Thorne ist an ihrer Seite.
Wir er sie retten können, wie der edle Ritter, von dem Cress ihr Leben lang geträumt hat?



Cover/Aufmachung
   Funkel, funkel. Nach wie vor liebe ich die Cover der Luna-Chronik. Auch bei "Wie Sterne so golden" hat sich das fortgesetzt: Nach silbernen Schuhen und roten Wölfen auf schwarzem Hintergrund folgt nun das naheliegende bei dieser Adaption: goldene Zöpfe. Wer hätte es anders erwartet? Wunderschön! Und zusammen im Regal sind sie noch viel hübscher. Ich bin sehr auf das vierte, finale Cover gespannt...


Inhalt/Geschichte
   Cress ist eine Hülle - eine Lunarierin ohne Fähigkeiten. Das lunarische Gesetz befiehlt, dass solche Hüllen getötet werden müssen. Doch Cress hatte zweifelhaftes Glück, denn sie wurde zur königlichen Hackerin. Auf Luna konnte sie natürlich trotzdem nicht bleiben. Die Lösung des Problems: Cress wurde auf einen Satelliten gesperrt. Ihr eigenes kleines Reich, dass die Erde in 16 Stunden umrundet hat. 
  Als königliche Hackerin ist es ihre Aufgabe, Cinder und ihre Freunde aufzuspüren und den Kaiser auszuspionieren - doch auf diese Arbeiten hat Cress überhaupt keine Lust! Sie träumt von ihrem Ritter in strahlender Rüstung, der sie retten wird. Und dann steht eines Abends ihr Traumprinz in ihrem kleinen Satelliten: Kapitän Thorne.


  Wer kennt es nicht, das Märchen von Rapunzel? Das Mädchen, dass ihr ganzes Leben in einem Turm verbracht hat, den man nur über das Fenster erreichen konnte -  Cress, oder Crescent, erlebt das ähnlich: Eingesperrt in einem Satelliten lebt sie allein zwischen der Erde und Luna. Eine wundervolle Umsetzung in einer ganz ganz anderen Zeit! Nicht nur, dass Cress eine ganz hervorragende, zusätzliche Hintergrundgeschichte hat, nein, Marissa Meyer ist es hier auch überaus erfolgreich gelungen, die Rollen des Märchens auf schon bekannte Figuren zu verteilen.
  Das Buch saugt uns sofort in die Geschichte und lässt nicht mehr los.   Wie schon die beiden Vorgänger überzeugt auch der dritte von vier Teilen mit seiner Geschichte.
  Wer auf das Buch gewartet hat - so wie ich - wird nicht enttäuscht werden. Was ich aber empfehlen kann: Lest die beiden Vorgänger nochmal, es schadet nicht.


 Nur eines gibt es zu bemängeln: Wie soll man denn jetzt die lange, lange Zeit bis zum Erscheinen von Teil 4 überbrücken?!


Charaktere
  Crescent - meist Cress genann - hat die letzten 7 Jahre ihres Lebens allein auf einem Satelliten verbracht. Naja, das heißt fast allein: Ihr Computersystem "Kleine Cress" - das sie selbst geschrieben hat, um nicht allein zu sein- leistet ihr Gesellschaft, wenn nicht gerade ihre Herrin zu Besuch ist. Dafür ist Cress erstaunlich normal geblieben. Sie träumt von ihrem Traumprinzen Carswell Thorne, träumt von ihrer Rettung und von einem glücklichen Leben auf der Erde.
  Und genau da kommt sie auch hin: Zur Erde. Nur, um dort zu erfahren, wie unheimlich GROß alles ist. Und das macht ihr zu schaffen. Doch sie ist ja nicht allein...


  Cress ist ein so unheimlich liebenswürdiger Charakter! Ich bezeichne sie gern als Kücken der Gruppe, denn ich würde sie so unheimlich gern in den Arm nehmen, trösten und ihr sagen, dass sie das ganz toll macht und alles wieder gut werden wird. Ich habe sie wirklich wirklich lieb gewonnen, wie es mir mit keinem Charakter aus der Reihe (bisher) ging. Cress gehört also definitiv zu meinen Favoriten.


Schreibstil/Übersetzung
  Ich könnte hier jetzt schreiben, was ich schon bei den beiden Teilen zuvor geschrieben habe: Toll geschrieben, flüssig zu lesen! Es macht einfach Spaß!
  Das zumindest war die Kurzfassung - denn am Schreibstil hat sich nichts geändert und ich bin nach wie vor begeistert!



 
   Der perfekte Auftakt zum Finale! Band drei knüpft nahtlos an die Qualität von "Wie Blut so rot" und "Wie Monde so silbern" an. Wundervoll und nur zu empfehlen!





Kommentare:

  1. ICH LIEBE JEDES EINZELNE BUCH DER LUNA-CHRONIK! Und ich warte so gespannt auf den fünften Teil wie noch nie auf ein buch, der leider das letzte Buch sein wird und erst im Herbst 2015 erscheinen wird.. Aber was solls, Vorfreude ist die schönste Freude. :) Es ist so beeindruckend wie die Autorin eine Welt in der Zukunft voller Technologie mit alten Märchen und gleichzeitig fantasievollen und "Science Ficiton"-ähnlichen Elementen miteinander zu einer einzigen Geschichte voller Spannung und Erignissen verknüpft! Ich liebe es omg ich liebe es!

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    1. SciFi ist auch super ;)

      Aber FÜNFTER Band? Da ging wohl etwas an mir vorbei? Der letzte Band, der rauskam, war doch "Wie Sterne so golden" und das war Band 3...?

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