Dienstag, 30. Dezember 2014

[Buch-Rezension] Seven Souls - Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen

   Seven Souls - Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen
Barnabas Miller & Jordan Orlando
Hardcover: 416 Seiten
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Seven Souls
ISBN: 9783401064482
Preis: 16,99€

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Mary war nicht nur das beliebteste und hübscheste Mädchen der Schu­le, sondern auch das am meisten gehasste – und deshalb musste sie sterben. Aber ihr Tod ist nicht das Ende, sondern erst der Anfang. Ein Fluch sorgt dafür, dass sie den Tag, an dem sie starb, immer wieder erleben muss. Aus der Perspektive ihrer sieben Freunde lernt sie eine ganz andere Mary Shayne kennen. Und bekommt sieben Mal vor Augen geführt, dass jeder gute Gründe hatte, sie zu hassen.
(Quelle)

Cover/Aufmachung
   Ein interessantes Cover, das sehr schön den Gedanken um das tote Mädchen - unsere Protagonistin- aufgreift. Die Gestaltung insgsamt gefällt mir sehr gut und auch im Bücherregal macht das Buch einen schönen Eindruck.

Inhalt/Geschichte
  Mary Shayne hat auf den ersten Blick alles, was sich ein Mädchen in ihrem Alter wünschen kann: sie ist vergeben an ihren Freund Patrick, hat ihre beiden besten Freundinnen Amy und Joon und wird heute ihren siebzehnten Geburtstag feiern. Auf diesen Tag freut sie sich schon so lange und schon längst sind ihre Partys legendär - da ist es doch selbstverständlich, dass dieser Geburtstag etwas ganz besonderes werden muss!
  Doch der Tag läuft anders, als sie erwartet. Ohne Erinnerung an die vorangegangene Nacht erwacht Mary an ihrem Geburtstagsmorgen nackt in einem Kaufhaus - und der Tag soll nur noch immer schlimmer werden - und mit ihrem Tod endet. Doch das war noch nicht das Ende von Marys Leidensgeschichte. Denn sie darf den Tag noch einmal erleben aus der Sicht der sieben Menschen, die sie am meisten hassen...

  Der Buchrücken hier klingt so unheimlich vielversprechend! Die Idee ist auch wirklich toll, an der Umsetzung ist leider für mich viel des Reizes verloren gegangen... Die Geschichte zieht sich so sehr hin, die Protagonistin ist für mich unheimlich nervig (!) und eine permanente Erwähnung von irgendwelchen Markennamen (die mir zu 98% nichts gesagt haben) hat die Geschichte oft stocken lassen.
  Ein Buch, dass sich über 400 Seiten lang zieht, das eine tolle Grundgeschichte hat, die leider - für meinen Geschmack - zu trist erzählt wurde. Ein etwas steilerer Spannungsbogen und eine glaubwürdigere Erklärung hätten dem Buch gut getan.
  Was man aber anmerken muss: Das Ende ist großartig! Ich liebe den Ausgang des Buches, doch ein Happy End gibt es hier nicht - es hätte auch nicht gepasst. Auf den letzten 50-55 Seiten hat die Geschichte nochmal richtig an Fahrt aufgenommen und diese letzten Seiten haben sich auch schnell weglesen lassen.

Charaktere
  "Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen" - da fallen mir spontan schon einige ein. Ich weiß nicht recht, ob es geplant war, dass man als Leser die Protagonistin nicht leiden kann, aber einen derartig oberflächlichen, egoistischen und egozentrischen Charakter habe ich lange nicht kennengelernt. Ich konnte nicht anders, als mich fast ein wenig zu freuen, als sie am Ende des ersten Teiles dann stirbt. Schadenfreude ist die beste Freude.
  Für mich war es also gar nicht nötig die "andere Seite" von Mary kennenzulernen, denn ihre negativen Charakterzüge sind von Anfang an derart offensichtlich, dass mir schon lange klar war, was ihre Freunde für Probleme mit ihr haben würden...

  Wir erhalten keinen großen Einblick in die anderen Charaktere - wenn wir sie kennenlernen, dann immer nur Ausschnitte ihres Lebens, die mit Mary zu tun haben, so dass ausnahmslos alle Charaktere oberflächlich und langweilig wirken. Es scheint, als würden die Personen sich lediglich durch Namen und Geschlecht voneinander unterscheiden...


Schreibstil/Übersetzung
  Wieder mal liegt hier ein Jugendbuch - und dafür sind hier einfach Worte verwendet, die ein normaler Jugendlicher vermutlich eher nicht kennt. Wenige Leute - und noch weniger Jugendliche - können zum Beispiel etwas mit dem Begriff Faksimile anfangen. Im Großen und Ganzen ist das Buch aber sehr sehr einfach geschrieben und mal von ein paar Worten abgesehen fast schon zu einfach zu lesen.

  Sehr schade, dass diese Idee leider nicht die für mich passende Umsetzung erhalten hat und die Charaktere mich nicht fesseln konnten. Für zwischendurch schon okay, aber ansonsten...


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