Donnerstag, 16. April 2015

[Buch-Rezension] Die Spur der Tränen

   Die Spur der Tränen
Mark Neustädter
Taschenbuch: 333 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 9783864433122
Preis Print: 12,90€

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Die fünfjährige Ann-Kathrin verschwindet spulos.
Zwei Jahre später stellt die Polizei die Suche ein. Zur selben Zeit wir dem Vater ein Glas Honig zugesandt. Sind darin die Tränen seiner Tochter konserviert?

Eine irrsinnige Vermutung - trotzdem macht sich der Journalist Fritz Zweiheiliger auf die Suche nach dem Mädchen. Er folgt der Spur des Honigs nach Nordspanien und muss sehr bald erkenen: Nur wenn erdas Mächen findet, kann er auch sein Leben retten.

Cover/Aufmachung
  Ein schönes Cover, wie ich finde, aber leider fehlt mir ein wenig Bezug zum Inhalt des Buches. Richtig toll gestaltet finde ich den Titel und die Blutspur auf dem Buchrücken gefällt mir auch gut.

Inhalt/Geschichte

    Ann-Kathrin verschwand vor zwei Jahren in Asturien - und nun stellt die Polizeit die Suche nach ihr ein. Zeitgleich wird ihrem Vater ein kleines Glas Honig aus dem beschaulichen Ort zugesandt, von dem er überzeugt ist, dass es ihm der Entführer geschickt hat und dass es die Tränen seiner verlorenen Tochter konserviert hat.
   Amrhein - Ann-Kathrins Vater - schickt also Fritz Zweiheiliger los, um herauszufinden, was es mit diesem Honig auf sich hat, woher er kommt und was mit seiner noch immer verschollenen Tochter passiert ist. Gleichzeitig verspricht er diesem, endlich die Heilung seiner psychischen Probleme in Asturien und dem "Fall Ann-Kathrin" zu finden.



   Ich hatte ein wenig Startschwierigkeiten mit dem Buch unseres lieben Stammtisch-Urgesteins, das er hier unter einem Pseudonym veröffentlicht hat.  Wirklich leicht viel mir das Lesen auch zugegebenermaßen erst ab Seite 180, also ca. ab der Hälfte. Wo ich am Anfang noch Schwierigkeiten hatte, hat mich die zweite Hälfte des Buches dafür umso mehr packen können und ich habe gern und zügig weitergelesen. Obwohl ich mir das Ende schon so zurechtgesponnen hatte, hielt ich die Idee zunächst für viel zu abwegig, als dass das wirklich so kommen könnte. Letztlich bin ich immernoch ein wenig irritiert über das Ende, freue mich aber auch darüber, dass im Epilog die Möglichkeit eines zweiten Buches offen gelassen wird. Ich jedenfalls würde mich über eine "Fortsetzung" freuen.


Charaktere
   Fritz Zweiheiliger ist - oder besser war- erfolgreicher Journalist. Nachdem er aber in die Gewalt von Extremisten geriert und in der Wüste beinahe sein Leben verloren hätte, ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Kann es wirklich sein, dass er sein Trauma in Asturien auf der Suche nach Ann-Kathrin vergessen kann? Oder werden ihn seine Albträume, seine Panikattacken und der Verfolgungswahn bis nach Spanien begleiten?

  Mit Fritz hat unser lieber Mark Neustädter einen unheimlich interessanten, eckigen Charakter erschaffen, an dem es viele Facetten zu entdecken gibt, die mit diesem einen Buch sicherlich noch nicht ausgeschöpft sind. Neben Fritz haben wir noch ein paar andere Charaktere in diesem Buch, die interessant sind und der Geschichte eine besondere Würze verleihen.

Schreibstil/Übersetzung
   Nun, was soll ich hier sagen? Der Autor beschreibt ausschweifend die Umgebung, teilweise so ausschweifend, dass man geneigt ist, ein oder zwei Zeilen zu überspringen. Das ist aber nicht so störend, wie die leider doch recht zahlreichen Grammatik- bzw. Tippfehler (beispielsweise "jede" statt "jeder"), die mir manchesmal den Lesefluss erschwert haben.

   Ein gut gelungenes Debüt, das Lust auf einen Nachfolger macht.

Kommentare:

  1. Eine wunderbare Rezi liebe Michelle und ich kann dir nur zustimmen. Übrigens ging es mur mit dem Schluss genauso wie dir :)

    Liebste Grüße,
    Uwe

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    1. Vielen lieben Dank, Uwe! Und hey, dann sind wir uns ja einig ;)

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  2. Liebe Michelle! Danke für Deine Beurteilung und Dein Fazit!
    LG
    Oliver

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  3. Sehr schöne Rezension :D Das Buch werde ich mir mal genauer anschauen!

    Liebe Grüße
    Jessi

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  4. Da ist mir deine Rezension ja glatt durch die Lappen gegangen. Aber sehr gelungen!
    Ich freue michs chona uf die gemeinsame Blogtour :-)
    Liebe Grüße
    Melissa

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    1. Du hast sie ja noch gefunden :-D

      Ich freue mich auch schon sehr auf die Blogtour <3

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  5. Ich grinse gerade über deinen Rüffel bezüglich der Tippfehler, weil auch dein Satz vom Fehlerteufel heimgesucht wurde - wie passend ;)
    Kichergrüße, Anka

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    1. Hach Anka! Jetzt, wo du es sagst... :D Aber wir sind ja alle nur Menschen, nicht wahr? <3

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