Samstag, 4. April 2015

[Buch-Rezension] Gefährten

    Gefährten - Freundschaft überwindet alle Grenzen
Michael Morpurgo
Taschenbuch: 174 Seiten
Sprache: Deutsch
Originaltitel: War Horse
Verlag: Carlsen
ISBN: 9783551311214
Preis: 6,99€

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Wir schreiben das Jahr 1914 und Europa rüstet sich zum großen Krieg. Wie viele andere Tiere wird das Pferd Joey an die Armee verkauft. Es muss den heimatlichen Hof in England und seinen Freund, den Bauernsohn Albert, verlassen, um mit den Soldaten an die französische Westfront zu ziehen. Dort wird Joey Zeuge grausamer Kämpfe, findet aber in all der Trostlosigkeit auch Hoffnung und Fairness, sei es von englischer, französischer oder auch deutscher Seite. Doch Joey will nur zurück auf seinen Bauernhof - und zu Albert. Ob er ihn je wiedersehen wird?

Cover/Aufmachung
   Bei dieser Version haben wir ein Bild der Verfilmung auf dem Cover, das ist ja sehr sehr hübsch finde, wenn auch das Pferd keinen Stern, sondern eine Blesse hat ;) Aber das sind nun wirklich Kleinigkeiten. Insgesamt gefällt mir das Cover sehr sehr gut und ich schaue es mir wirklich gern an.


Inhalt/Geschichte


   Schon als Joey als Fohlen auf den Hof kommt, wird Albert sein bester und einziger menschlicher Freund. Die beiden bestellen zusammen die Felder und reiten täglich miteinander zu den Schafen. Eine wahre Freundschaft. Als der Krieg ausbricht, bleibt Alberts Vater aber nichts anderes übrig, als Joey an die Armee zu verkaufen. Nachdem er das Versprechen bekommen hat, man würde sich gut um Joey kümmern, verspricht Albert, der Armee beizutreten, sobald er alt genug ist, um seinen Freund wieder zu finden.
Joey selbst wird in den folgenden Jahren an verschiedenen Schauplätzen eingesetz, wird Zeuge grausamer Taten aber auch friedvoller Momente und überraschender Fairness unter den sich bekriegenden Parteien. Bis er eines Tages fliehen muss und sich dabei böse verletzt...

   Ausnahmsweise mal ein Buch, dessen Verfilmung ich zuerst gesehen habe und ich muss sagen: Ich bin immernoch von beidem begeistert, von Buch und Film. Wir erleben den Krieg in diesem Buch aus der Sicht des Pferdes Joey und bekommen so noch mehr die Sinnlosigkeit dieser Kämpfe zu spüren.
  Mit gerade mal 174 Seiten ist es nicht überraschend, dass man dieses Buch quasi sofort durchgelesen hat. Nicht zuletzt liegt das auch daran, dass wir in die Geschichte gesaugt werden und die Seiten nur so dahin fliegen.
  Für mich als bekennende Pferde-Freundin war dieses Buch natürlich besonders toll, aber ich bin mir sehr sicher, dass dieses Werk auch für alle Nicht-Pferde-Fanatiker wundervoll zu lesen ist.  


Charaktere
   Unser Protagonist ist in diesem Falle nicht menschlich. Und dennoch verlieren wir bald den Blick dafür, dass er "nur" ein Pferd ist, denn so einfühlsam und liebevoll wird beschrieben, was er tut, dass wir voll und ganz mit ihm fühlen können.
  Ein wundervoller Charakter, der mehr Menschlichkeit besitzt als manch humanoider Charakter, den ich schon "erleben" durfte.


Schreibstil/Übersetzung
  Die Seiten fliegen. Ich bin nicht ein einziges Mal gestolpert, keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler, die mich in meinem Lesefluss gestört haben. Wunderbar einfühlsam geschrieben.

  Nicht umsonst ein oft veröffentlichtes und verfilmtes Buch, zu dem es bekannterweise ja auch ein Musical gibt (das ich jetzt nur noch lieber sehen mag!). Absolute Leseempfehlung!


Kommentare:

  1. Ich habe das Buch damals auch geliebt! Nicht nur für Pferdemenschen ein echt tolles Buch :)

    Liebe Grüße,
    Lisa

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    1. Ja da gebe ich dir absolut Recht! Kann es jedem empfehlen, gerade, wenn man was "kleines" für Zwischendurch braucht ;)

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