Donnerstag, 14. Mai 2015

[Buch-Rezension] Devil's River

   Devil's River
Thomas Thiemeyer
Klappbroschur: 512 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 9783426517154
Preis: 16,99€

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Es bedarf eines Ungeheuers, um ein Ungeheuer zu töten...
Kanada 1878. River, eine junge Frau vom Stamm der Ojibwe, muss miterleben, wie ihr Dorf von etwas heimgesucht wird, das kein Mensch sein kann. Die Hütten von einer gewaltigen Kraft zerstört, Männer und Frauen grausam ermordet, scheint eine uralte Legende zum Leben erwacht zu sein. River schwört Rache – und verbündet sich mit einem gesuchten Mörder.
England 2015. Durch den Tod ihrer Großmutter aufgerüttelt, begibt sich die Studentin Eve auf die Spur eines Familiengeheimnisses, das in der kanadischen Wildnis wurzelt ...


Cover/Aufmachung
    Ich gestehe: ich trauere noch ein wenig um das Cover, das wir beim Stuttgarter Bücher- und Blubberstammtisch ausgesucht hatten ;) Und obwohl ich zu Beginn dem Cover gegenüber eben etwas voreingenommen war, gefällt es mir jetzt unheimlich gut. Auch die Innengestaltung des Buches hat mir sehr gefallen, doch hier eine kleine Vorwarnung:
Schaut euch NICHT die Innenseite der Klappen hinten an, ihr könntet euch damit spoilern ;)
 
Inhalt/Geschichte

    Vor Kurzem erst ist Eves Großmutter verstorben und hinterlässt ihrer Enkelin ihr Haus und einen gesonderten Schlüssel. Dieser Schlüssel führt zu einer Truhe, in der Lizzy (Eves Großmutter) ihr eine kleine Zeitreise offenbart.
   In einem Buch hat Lizzy die Geschichte von River aufgeschrieben, wie sie diese interpretiert hat. Zusammen mit Eve begeben wir uns also auf eine Reise in die Vergangenheit, die sich auch auf die Zukunft Eves' auswirken wird...

   Puh. Was schreibe ich zu diesem Buch, ohne zu viel zu verraten? Hier fällt es mir wirklich schwer, denn ich habe das Gefühl, dass alles wichtig ist für die Geschichte.
  Statt also weiter auf die Geschichte einzugehen, ein wenig etwas zu meinem Eindruck und zum Lesegefühl. Ich steckte wirklich in einer fiesen Leseflaute und konnte die überhaupt nicht überwinden. Allein, dass Thomas' tolles Buch mich aus dieser Flaute reißen konnte, sagt doch schon einiges aus, oder?
   Wir werden zusammen mit Eve in die Geschichte gesogen und mir ging es da ganz wie ihr: Das Buch hat einen unheimlichen Sog auf mich ausgeübt, hat mich gefesselt und ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Thomas schafft es auf einzigartige Weise, uns mitzunehmen und an Rivers' Seite zu stellen, als wären wir ein Geist, der sie begleitet. Wir können so tief in die Geschichte eintauchen, dass es Thomas gelungen ist, uns komplett aus dieser Zeitebene herauszuholen und in eine andere zu verfrachten. Wirklich, es ist mir bisher noch NIE (ich betone: nie!) passiert, dass ich vor lauter Lesen meine Haltestelle verpasst habe. Bisher. Glückwunsch, Thomas. Du hast das geschafft!

  Das vorliegende Werk ist kein klassischer Thriller, wie man ihn sonst kennt. Nicht umsonst wurde er von Thomas selbst als "Frauen-Western" beschrieben. Es einzuordnen, fällt mir unheimlich schwer; um sich dem Buch aber komplett öffnen zu können, sollte man sich auch übernatürlichen Dingen öffnen können. Ich für meinen Teil habe damit keine Probleme und konnte so ein grandioses Buch genießen.


Charaktere
   River hat ein großes Problem mit kleiner Ursache: Sie hat Zahnschmerzen. Um den Übeltäter loswerden zu können, muss sie aber losziehen und sich neue Kräuter besorgen. Als Dorfheilerin kennt sie sich damit aus und weiß auch, was ihr bei der anstehenden Behandlung bevorsteht. Doch als sie sich auf den Weg macht, um die Kräuter zu suchen, weiß sie nicht, was mit ihrem Dorf geschehen wird...
 
   Ich gestehe: ein wenig verliebt habe ich mich ja in die Charaktere, die uns durch das Buch begleiten. Was sind mir River und Nathan ans Herz  gewachsen! Charaktere mit solchem Tiefgang und Charakter muss man einfach gern haben! Ganz besonders Nathan hat einen riesigen Platz in meinem Herzen eingenommen - wie gut kann ich River verstehen!

   Im Übrigen war mir River schon zu Beginn so sehr sympathisch, weil sie am selben Problem litt, wie ich ;) Blöde Zähne ;)


Schreibstil/Übersetzung
   Leicht, eindringlich und intensiv erzählt Thomas diese Geschichte, versetzt uns durch seine wohl gewählten Worte direkt ins Jahr 1878. Durch seine Erzählweise lässt er uns die Kälte des Schnees spüren, das Schießpulver riechen...
   Wenn die Seiten fliegen und der Leser die Welt um sich herum vergessen kann, hat der Autor alles richtig gemacht!


  Mir fehlen fast die Worte, das Buch zu beschreiben. Mein Fazit: LESEN!



Kommentare:

  1. Hallo meine liebe Michelle <3,

    für dieses Buch hast du die absolut richtigen Worte und Beschreibungen gewählt !!! Auch mir ging es beim Lesen wie dir, gut ich die Haltestelle :D :D habe ich nicht verpasst, aber ansonsten kann ich dir NUR zustimmen. Eine wunderbare Geschichte und Nathan sowie River sind besondere Charaktere !!!

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Vielen lieben Dank, mein lieber Uwe! Thomas hat mich mit diesem Buch wirklich zu 100% überzeugen können. Ich habe nicht eine Sekunde hadern oder überlegen müssen, wie ich dieses Buch einordnen soll. Es ist wundervoll!

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