Samstag, 13. Juni 2015

[Buch-Rezension] Komissar mit Herz

   Komissar mit Herz
Carlos Benede
Hardcover: 240 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 9783426655542
Preis: 19,99€

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Vielen lieben Dank an den Droemer Knaur Verlag für die Überlassung dieses Exemplares!

"Das Leben hält sich nicht an Dienstzeiten."

Carlos Benede betreut Verbrechensopfer bei der Polizei, als er Alex begegnet. Der Elfjährige hat mit angesehen, wie seine Mutter ermordet wurde - von seinem eigenen Vater. Aus Vertrauen wird Freundschaft, und bald steht der Wunsch des Jungen fest: Benede soll künftig sein Vatersein. WEnig später sind die beiden eine Familie. Jahre später rufen eines Abends die Kollegen von der Mordkomission bei Benede an. Wieder ist ein kleiner Junge aufzunehmen, dessen Mutter von seinem Vater ermordet wurde...

Ihr wisst ja schon, dass ich bei (Auto-)Biografien nicht mein "übliches Schema" anwende - und hier in diesem Fall ist das wohl auch ganz im Sinne des Autors.
  Carlos Benede erzählt uns in seinem Buch über seinen Werdegang - und seinen doch eher unkonventionellen Weg, zweifacher Vater zu werden.
 
  Das Buch mit seinen 240 Seiten hat sich von mir in nicht mal zwei Tagen durchlesen lassen. Obwohl ich stellenweise wirklich schlucken musste, ob der Dinge, die dort zu lesen waren (Achtung, Trigger!!) hat es mir doch im Großen und Ganzen so etwas wie "Freude" bereitet, das Buch zu lesen - wenn das denn der richtige Ausdruck hierfür ist. Es ist schön, zu "sehen", wie sich Menschen für andere einsetzen und dies als selbstverständlich hinnehmen. Wie Menschen, trotz aller Risiken solche Institutionen wie die Jugendhilfe Weitblick e.V. ins Leben rufen, damit Kindern und Jugendlichen, die sonst keine Chance mehr bekommen, geholfen werden kann.

 Das Buch ist an mir nicht spurlos vorrübergegangen und ich denke/vermute, dass dies auch ein Ziel des Autors war - ich habe nicht das Gefühl, dass es ihm um Selbstdarstellung geht. Ob und inwieweit ich helfen kann - darüber muss ich nochmal genauer nachdenken...

  Nun aber weg von der emotionalen Schiene: Rein objektiv betrachtet kann man natürlich nur einen mittelmäßigen Spannungsbogen erwarten und ich selbst hätte mir wohl gewünscht, mehr über die Zeit von Alex und Carlos zu erfahren, als von Carlos Kindheit und Jugend. Das Buch wirkte dadurch auf mich sehr zweigeteilt und ein wenig, als hätte es auf halbem Weg das Ziel aus den Augen verloren. Was schade, aber nicht tragisch ist.

Noch einmal: TRIGGER-WARNUNG!
Abgesehen davon ein gutes Buch, dass man zwischendurch lesen kann, einen aber lang begleitet.


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