Mittwoch, 29. Juli 2015

[Buch-Rezension] Krähenmädchen

   Krähenmädchen
Erik Axl Sund
Klappenbroschur: 480 Seiten
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Kråkflickan
Verlag: Goldmann
ISBN:  9783442481170
Preis: 12,99€

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Stockholm. Ein Junge wird tot in einem Park gefunden. Sein Körper zeigt Zeichen schwersten Missbrauchs. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche... Auf der Suche nach dem Täter bittet Kommissarin Jeanette Kihlberg die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe, bei der eines der Opfer in Therapie war. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Eine andere Patientin Sofias ist Victoria Bergmann, die unter einem schweren Trauma leidet. Sofia lässt der Gedanke nicht los, bei ihr irgendetwas übersehen zu haben. Schließlich müssen sich Jeanette und Sofia fragen: Wie viel Leid kann ein Mensch verkraften, ehe er selbst zum Monster wird?


Cover/Aufmachung
    Ein düsteres, bedrückendes Cover mit wunderschön gestaltetem Titel, der wunderbar zur Atmosphäre im Buch passt. 
 
Inhalt/Geschichte


  
ACHTUNG TRIGGER!!

Sofia Zetterlund ist Psychotherapeutin. Bald schon wird sie von der Ermittlerin Jeanette Kihlberg kontaktiert, um ihr Auskünfte zu einem ihrer Patienten zu liefern. Insgesamt steht in diesem Buch die Ermittlungsgeschichte aber - zumindest für mein Empfinden - eher hintenan, denn im Vordergrund geht es um Victoria Bergmann, deren Erlebnisse und die DIS (Dissoziative Identitätsstörung) der Frau.
  Insgesamt ist das Buch mit vielen Triggern gepflastert, so dass es mir persönlich wirklich schwer fiel, das Buch zu lesen und ich stark überlege, ob ich den zweiten Band, trotz des offenen Endes und des ungelösten Falles, zu lesen.
  Die Geschichte selbst erschien mir an manchen Stellen etwas zu lückenhaft, zu flach und zu wenig zusammenhängend. Es wirkte auf mich eher, als hätte man einen Rahmen gebraucht, um die Geschichte dieses (Persönlichkeits-)Anteils zu erzählen. Allerdings hätte ich mir da einen anderen Rahmen gewünscht

Charaktere
   Es ist recht früh klar, wer sich den Körper mit Victoria Bergmann teilt - wer der Host hier ist, ist allerdings nur beginnt zu erkennen. Wir erfahren viel über die Vergangenheit der Charaktere, wobei ein klarer Protagonist eigentlich nicht auszumachen ist. An Tiefe jedenfalls fehlt es den Charakteren nicht, Sympathien aufzubauen fiel mir allerdings gerade bei Jeanette wirklich schwer.


Schreibstil/Übersetzung
   Die ungewohnten schwedischen Namen von Orten und Straßen machen es für diejenigen unter uns, die kein Schwedisch sprechen, mitunter etwas anstrengend, den Text zu lesen und lassen uns über diese Worte stolpern. Abgesehen davon ist das Buch aber flüssig zu lesen und hinterlässt auch sprachlich starke Eindrücke.






Ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut hatte, das mich dann aber in einigen Punkten enttäuscht hat. Weder wirklich schlecht, noch wirklich gut und mit enormen Triggerpotential.



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