Sonntag, 6. September 2015

[Buch-Rezension] Death


  Death
Melvin Burgess
Klappbroschur: 352 Seiten
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The Hit
Verlag: ChickenHouse
ISBN: 9783551520616
Preis: 14,99€

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Death ist Kult. Jeder spricht über die neue Droge. Wer sie nimmt, hat die beste Zeit seines Lebens. Den ultimativen Höhenflug. Den absoluten Kick. Es gibt keine Grenzen, alles ist möglich – eine Woche lang. Den achten Tag erlebt man nicht. Denn Death ist tödlich.
   Soll Adam die kleine Pille schlucken? Sein Bruder ist tot, bei dem Mädchen, in das er verliebt ist, hat er keine Chance und seine Zukunftsaussichten sind alles andere als rosig. Adam glaubt, dass er nichts zu verlieren hat. Und die beste Woche seines Lebens ist greifbar nah.

Cover/Aufmachung
     Ich persönlich mag ja weiße Cover - und dieses hier wird durch den giftig-grünen Aufdruck des Titels noch etwas aufgepeppt und stich heraus. Gerade auch mit der kleinen Pille und dem Totenkopf, der uns durch das ganze Buch begleitet, ein schönes Cover mit tollem Bezug zum Inhalt des Buches.

Inhalt/Geschichte
  


   Es ist an der Zeit für Revolution!
  Ausgelöst durch den Tod eines Musikstars beginnt eine Zeit des Umbruchs. Und dieser Tod war keineswegs Zufall: Jimmy Earle hat Death geschluckt, eine Droge die dich die beste Woche deines Lebens verbringen lässt - und deine letzte. Denn genau 7 Tage nach Einnahme von Death führt es unweigerlich zum Tod.
  Und mittendrin: Adam und Lizzy. Lizzy, in die Adam unheimlich verliebt ist, bei der er aber zusehends Boden verliert. Dazu kommt noch die Nachricht vom Tod seines Bruders Jess, der im Kampf für eine neue Ordnung gestorben sein soll. Adams Leben verwandelt sich immer mehr in ein Chaos, das er nicht mehr aushalten kann und will - ist Death die Lösung?


  Nach meinen letzten Büchern war mir klar: es sollte diesesmal etwas "leichtes" werden - etwas lustiges! Nun... "lustig" ist eher spärlich vertreten, wenn ich mir meinen SuB so ansehe... Also wurde es ein Jugendbuch. Und da ich "Death" schon wirklich lang lesen wollte, wurde es nun endlich Zeit!
   Die Geschichte saugt uns recht schnell in ihre Mitte und startet mit dem Tod von Jimmy Earle. Wir lernen Adam und Lizzy als unsere Protagonisten kennen und widmen uns im ersten Teil ausgiebig dem Kennenlernen und den Schicksalsschlägen, denen sich Adam konfrontiert sieht. Es ist nicht schwer, sich in seine Situation zu versetzen und die Hoffnungslosigkeit nach zu empfinden.

  Das Buch ist schnell und flüssig zu lesen, bietet einen angenehmen Spannungsbogen - lediglich das Ende selbst war für mich etwas unbefriedigend.

  Während des Lesens kommt man früher oder später unweigerlich an den Punkt, an dem man sich fragt, ob man selbst diese Droge nehmen und wie man seine letzte Woche nutzen würde. Ein Gedanke, der interessant und beängstigend zugleich ist. Ich selbst habe für mich noch keine Antwort gefunden - vielleicht ja jemand von euch?



Charaktere
    Adam ist eigentlich ein normaler Jugendlicher - er geht zur Schule, spiel Fußball und hat sich verliebt. An dem Abend, an dem er seine Freundin Lizzy allerdings zu DEM Konzert einlädt, beginnt sein Leben sich drastisch zu ändern - und damit auch er selbst.
  Er durchlebt eine turbulente Zeit, geprägt von absoluten Hochphasen, die von bodenlosen Tiefs gefolgt werden. Im Laufe des Buches wird Adam zusehends erwachsener, reifer, ohne dabei etwas von seiner Glaubwürdigkeit zu verlieren - generell haben wir es in diesem Buch mit sehr authentischen Charakteren zu tun.
  Wir erleben unterschiedlichste Wesenszüge bei den Protagonisten und selbst der Antagonist hat eine vielschichtige Persönlichkeit, die seine Taten zwar nicht nachvollziehbar, aber logisch erscheinen lassen. Es ist also problemlos möglich, mit den Charakteren mitzufiebern und in ihre Geschichte einzutauchen.
  Komischerweise ist es eine der Hauptfiguren, die ich so überhaupt gar nicht ausstehen kann...

Schreibstil/Übersetzung
   Was erwartet man von einem Jugendbuch? Leicht und flüssig zu lesen, den ein oder anderen Cliffhanger am Ende eines Kapitels, der die Lust zu lesen weiter anstachelt. Gut transportierte Emotionen, die der Leser nachempfinden und so in die Geschichte eintauchen kann. Eine leichte, aber ausdrucksstarke Sprache.
  Alles haben wir hier in diesem Buch vereint, so dass es wirklich Spaß macht, es zu lesen.

  Ein schönes Jugendbuch, das zum Nachdenken anregt. Definitiv lesenswert.



Kommentare:

  1. Oh man, es ist schon so lang her, dass ich Death gelesen habe... ich kann mich gar nicht mehr an das Ende erinnern. Die Idee, die hier verarbeitet wurde, fand ich auch sehr beeindruckend. Ist mal was anderes!
    Eine tolle Rezi!
    Liebe Blubbergrüße
    Anka

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    1. Danke dir, Liebes <3

      Ich kann dich ja am 19. nochmal an das Ende erinnern, bei mir ist es noch ganz frisch ;)

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