Dienstag, 20. Oktober 2015

[Buch-Rezension] Im Fahrwasser der Macht

   Im Fahrwasser der Macht
Ute Bareiss
Taschenbuch: 440 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 9783864433474
Preis: 14,90€

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Danke, liebe Ute, für das Exemplar deines Buches!


Als ein Feuerball das Tyrrhenische Meer erhellt, eilt der Meeresbiologe Alex dem Journalisten Sergio zu Hilfe, nicht ahnend, dass er damit einen Stein ins Rollen bringt, der nicht nur sein eigenes Leben zerstören wird. Denn Sergio besitzt brisantes Recherchematerial zu einem Mord in den höchsten Politkreisen Italiens.
Als der Journalist entführt wird, gerät Alex immer tiefer in einen Sumpf aus Macht und Intrigen, bis er schließlich selbst von der Polizei und den Verbrechern gejagt wird.
In Sam, einer Freundin von Sergio, findet er Unterstützung - doch dann gerät auch sie in Lebensgefahr. Es bleibt nur ein Ausweg: Die Gejagten werden selbst zu Jägern.



Cover/Aufmachung
    Bei dem Cover bin ich ein wenig hin- und hergerissen. Auf der einen Seite finde ich es zwar sehr passend zum Buch und farblich schön gestaltet, auf der anderen Seite empfinde ich es doch als etwas sehr kitschig - in der Buchhandlung hätte es meine Aufmerksamkeit wohl nicht gewonnen. Leider ist auch die Verarbeitung meines Exemplares nicht so gut, wie ich es von anderen Büchern gewohnt bin.

Inhalt/Geschichte
  


   Mord! Ein Mordfall in den höchsten politischen Kreisen erschüttert die Bevölkerung. Doch wer nur könnte es gewesen sein? Ein Schuldiger ist schnell gefunden, doch Sergios Recherchen führen zu einem anderen Täter. Das Wissen, dass er erworben hat, bringt ihn in tödliche Gefahr. Als sein Boot gesprengt wird, bringt er, ohne es zu wollen, auch den Meeresbiologen Alex in Gefahr, der ihn rettet. Doch das alles ist erst der Anfang. Kurz darauf ist Sergio entführt worden und Alex muss vor dem Gesetz flüchten, obwohl er nichts getan hat. Was geht hier nur vor sich? Zusammen mit Sam und Walther will Alex genau das herausfinden.

  Ute Bareiss entführt uns nicht nur in eine traumhafte Kulisse sondern auch in die Abgründe, die sich in der Politik auftun, während sie uns ganz nebenbei noch etwas über das Segeln beibringt. Das Buch lässt sich gut lesen, hat sich bei mir aber ein wenig gezogen - als klassischen Pageturner würde ich es nicht bezeichnen.
  Obwohl ich die Geschichte sehr spannend fand, konnte sie mich nicht so fesseln, dass ich das Buch in einem Rutsch durchlesen konnte - eher hat es sich wie erwähnt gezogen. Das mag daran liegen, dass ich es mit der Politik nicht so habe, eventuell aber auch an der auf mich mitunter etwas erzwungenen Geschichte zwischen Sam und Alex, die mir oft deplatziert vorkam.
  Ab und an gab es in dem Buch Längen, die für mich ein wenig den Reiz genommen haben, weiter zu lesen.

  Das liest sich alles nicht so toll, ich weiß, möchte aber dazu sagen, dass die Geschichte insgesamt wirklich spannend und toll erzählt ist. Gerade für diejenigen, die ein Problem mit den oftmals sehr blutigen Beschreibungen in anderen Thrillern haben, könnte dieses Buch gut geeignet sein. Zwar gibt es doch die eine oder andere Stelle, an der Blut fließt, jedoch noch lange nicht in einem solchen Ausmaß, wie wir es von anderen Autoren gewohnt sind.



Charaktere
   Ich hatte mich daran versucht, euch ein wenig etwas über Alex, unseren Protagonisten, zu erzählen, allerdings halten sich die Informationen über die Charaktere in diesem Buch recht zurück. Wir werden mit relativ vielen Personen konfrontiert, was leider auf Kosten einer tiefergehenden Charakterisierung geht.
  Zwar gibt es so die ein oder andere Eigenart, die den Charakteren zugeschrieben wurde, dennoch hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht. Eine Entwicklung ist durchaus festzustellen, besonders bei Alex - wo er zu Beginn noch entspannt und locker ist, lebensfroh, wird er zum Ende hin immer angespannter (nachvollziehbarer weise).


Mir selbst hat auch bei den Charakteren leider der letzte Funke gefehlt, um mich vollends zu begeistern.

Schreibstil/Übersetzung
   Gut zu lesen haben sich leider doch ein oder zwei Tippfehler eingeschlichen, die im Lektorat hätten auffallen müssen. So bin ich mir bis jetzt nicht sicher, ob das Schiff May Way oder My Way heißt. Lieber Sieben Verlag, vielleicht wäre das bei einer eventuellen Neuauflage nochmals zu überarbeiten :)

  Trotz der Kritikpunkte ein toller Debüt-Thriller, der sich zu lesen lohnt!




Kommentare:

  1. Ich danke dir für deine Visitenkarte auf der Buchmesse. Habe somit deinen Blog gefunden und werde dir nun auch folgen :)
    Schade, dass ich meine Vistenkarte nicht dabei hatte, aber vielleicht magst du ja bei mir mal vorbeischauen.

    buecherwelt-auf-samtpfoten.blogspot.de

    Lieben Gruß

    Brina We

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    1. Oh super! Ich habe deinen Blog direkt in meine Leseliste aufgenommen :-) Toll, dass du zu mir gefunden hast <3

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