Montag, 15. Februar 2016

[Kurz-Rezension] 3/11 - Tagebuch nach Fukushima



  3/11 - Tagebuch nach Fukushima
Yuko Ichimura und Tim Rittman
Softcover: 176 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Carlsen
ISBN: 9783551791887
Preis: 12,90€

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  Schwere Kost, die ich da vom Carlsen-Verlag bekommen habe. Schwere Kost? Ja, denn wer mich kennt weiß, wie nah mir die Ereignisse rund um Erdbeben, Tsunami und Kernschmelze damals gingen - das ganze nun nochmal aus einer anderen Perspektive zu durchleben war für mich nicht leicht und trotzdem habe ich dieses Buch in einem Rutsch verschlungen.
  Die Illustrationen sind eine tolle Ergänzung zu dem Text, mit dem uns die Autorin Yuko Ichimura an ihren Erlebnissen, ihren Gedanken und Empfindungen rund um die Zeit der Geschehnisse teilhaben lässt. Und so hatte ich immer wieder ein enorm beklemmendes Gefühl während des Lesens, denn ich hatte das Gefühl, die Autorin sei mir unheimlich nah.

  Rein objektiv betrachtet bietet das Buch wenige sachliche Informationen und eignet sich so nicht für diejenigen Leser und Leserinnen, die sich mit (fachlichen) Informationen rund um das Thema und eventuell auch die aktuelle Situation befassen möchten.
  Das Buch ist definitv kein Sachbuch - es ist ein Tagebuch, ein emotionales, menschliches Werk, das offensichtlich auch gar nicht den Anspruch an sich stellt, Sachlichkeit zu vermitteln; sondern, was in der "Protagonistin" zu jener Zeit geschehen ist und wie sie und ihr Land sich in dem halben Jahr nach den Unglücksschlägen verandert haben.



  Entschließt ihr euch also, dieses Buch zu lesen (was ich euch gern empfehlen mag, denn es ist eine wunderbar kurzweilige, schnell zu verschlingende Lektüre), so lasst euch auf die Emotionalität ein, die das Thema dieses Tagebuchs zwangsweise mit sich bringt. Dann könnt ihr ein tolles, trauriges, beklemmendes und hoffnungsvolles Werk genießen.

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