Mittwoch, 13. April 2016

[Buch-Rezension] Drachenblut

   Drachenblut - Das Erbe der Samurai
Daniela Knor
Taschenbuch: 302 Seiten
Sprache: Deutsch
Verlag: Amrûn
ISBN: 9783958690615
Preis: 12,90€

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Nach dem gewaltsamen Tod seiner Eltern wuchs der junge Takeru in Deutschland auf und kehrt nun als Fremder ins geheimnisvolle Japan zurück. Schon bald bedroht der Feind der Familie sein Leben und bedient sich dabei heimtückischert Geister und Zauberei. Als Takeru den Kampf aufnimmt, lern er die schöne Schwertkämpferin Ayumi kennen und verliebt sich in sie. Gemeinsam kommen sie dem Rätsel um seine Herkunft näher, doch Ayumi hat ein dunkles Geheimnis. Um sie zu retten, muss Takeru das Drachenblut in seinen Adern wecken und sich seinen übermächtigen Feinden stellen.



Cover/Aufmachung
  Ein schönes, passendes Cover, welches das japanische Thema des Buches hervorragend aufgegriffen hat. Lediglich schade, dass der abgebildete Drache nicht zu den Beschreibungen im Buch passt 
 

Inhalt/Geschichte


   Takeru lebt in Deutschland - zumindest, seit seine Familie ermordet wurde. Erinnerungen daran hat er keine, nur diese merkwürdig-schlimmen Träume. Als er dann die Möglichkeit hat, zu reisen, ist natürlich klar, wohin: Japan! Ins Land seiner genetischen Familie. Und trotz der Warnungen tritt er diese Reise an. Um dann festzustellen, dass die Warnungen keineswegs überzogen waren. Bald schon findet sich Takeru in einem Kampf, der weit über Takerus bisherigen Horizont hinaus geht.

  Eine Idee, die nicht neu ist, aber immer wieder schön umgesetzt werden kann. Das Buch war zu Beginn sehr vielversprechend - allerdings hat mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen können. Die Geschichte läuft sehr schleppend und obwohl viele schöne Elemente in das Buch eingeflossen sind, war die Geschichte insgesamt nicht, was ich mir davon versprochen hatte.


  Leider ist der Plot recht langwierig und löst sich für mich sehr unzufriedenstellend und unrealistisch auf. Es ging viel zu schnell und die Geschichte um Iwakasa so zu Ende gehen zu lassen fand ich sehr unbefriedigend. Schade. 



Charaktere

   Auch bei den Charakteren ist es ziemlich schwer, etwas zu sagen. Sie wirken auf mich recht austauschbar, was sich bei mir auch dadurch bemerkbar gemacht hat, dass ich oftmals nicht mehr zuordnen konnte, wer denn nun wo hin gehört und welche Rolle spielt. Mitunter kam es mir vor, dass bestimmte Charaktere nur als Lückenfüller eingebaut wurden (so zum Beispiel Hayashi).


Schreibstil/Übersetzung

  Die Sprache und der Stil sind sehr eingängig und gut auf die Zielgruppe abgepasst. Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen, ohne dabei zu kindlich zu wirken.

 Ein Buch, das für Leseeinsteiger wohl ganz gut ist und auch nebenbei nett zu lesen ist. Schöne Geschichte, aber leider enttäuschendes Ende.


Kommentare:

  1. Moshi moshi, Nezumi.
    Eigentlich ein handwerklicher Fehler, wenn einem bei der Lektüre irgendwann der Figurenfaden abhanden kommt & nach dem "Wer jetzt nochmal mit wem & warum" gefragt werden muß.

    Wobei - das kann einem auch bei großer Weltliteratur passieren, wenn einen, wie bei "Krieg und Frieden" die schiere Menge der platzierten Figuren zu erschlagen droht.
    ;-)

    bonté

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    1. Konbanwa!

      Das stimmt, wenn es die Menge der Charaktere ausmacht, kann das gern passieren. Bei lediglich einer Handvoll derselben ist es aber doch eher... Traurig, wenn das vorkommt.

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