Montag, 5. Juni 2017

Schon wieder so still?

Hallo ihr Lieben,

ihr wundert euch, warum es schon wieder so still ist?
Das ist simpel und wer mir auf Instagram folgt, wird es schon mitbekommen haben: Ich habe mir das Handgelenk gebrochen. Und obwohl ich im Alltag recht gut zurecht komme, ist es mir nahezu unmöglich, längere Texte am PC zu schreiben. Dazu kommt, dass ich mitten  in den letzten Zügen des Semesters stecke und alle Zeit, die ich schmerzfrei schreiben kann,für die Uni aufwenden muss.
Bald wird es wieder besse!

Danke für euer Verständnis!

Liebe Grüße und einschönes Pfingstwochenend

Montag, 8. Mai 2017

[Buch-Rezension] Evolution - Der Turm der Gefangenen

   Evolution II - Der Turm der Gefangenen
Thomas Thiemeyer
Hardcover: 376 Seiten
Verlag: Arena
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783401601687
Preis: 16,99€

Buch beim Verlag bestellen


Achtung, Spoiler für Band 1!

Mit letzten Kräften erreichen Lucie und ihre Freunde die Stadt der Überlebenden. Während Jem vor den Toren gegen angreifende Tiere kämpft, hofft Lucie im Inneren endlich Antworten zu finden. Doch im Schatten der Türme scheint das Mittelalter wieder aufgelebt zu sein: Wisschenschaft gilt als schwarze Magie, Fragenstellen ist streng verboten. Als die Jugendlichen aus verbotenen Büchern erfahren, dass sie nicht die ersten Zeitreisenden sind, entlädt sich der Zorn des Burgherrn. Den Freunden bleibt nur die Flucht. Ihr Ziel: der einzige Ort, der noch Hoffnung verspricht - die Oase der Zeitspringer. Aber der Weg dorthin führt sie durch gefährliche Sümpfe, mitten ins Land der Squids.


Cover/Aufmachung
  Ich freue mich ja immer, wenn die Bücher einer Reihe eine deutliche Zusammengehörigkeit haben, ohne sich zu ähnlich zu sehen. Das ist hier ganz klar der Fall. Für mich schreit auch der zweite Band der Reihe wieder "Schau, ich bin ein Thiemeyer!" und die Zusammengehörigkeit wird ganz eindeutig. Auch das zweite Cover der Reihe gefällt mir außerordentlich gut, passt wundervoll in das Setting und die Geschichte un ist dazu noch geprägt - damit sind für mich alle Kriterien für ein tolles Cover erfüllt.


Inhalt/Geschichte

  Tatsächlich möchte ich - aus Spoilergründen - nicht weiter auf die Geschichte eingehen. Ich empfehle euch auf jeden Fall, den ersten Band zu lesen und in die Geschichte rum um Jem und Lucie einzutauchen. Das aber nur vorab.


So langsam erfahren wir mehr über die Truppe, über die Zeit, in der sie gelandet sind und darüber, was geschehen ist. Obwohl diese neue Welt hart und grausam ist, finde ich den Gedanken der dahinter steckt sehr interessant - und ich mag (kleine) Oktopoden ;) Für die Truppe stehen noch einige Abenteuer und Rätsel an. Und obwohl wir mit "Evolution"eigentlich eine Jugendbuchreihe vorliegen haben, bin ich mir sicher, dass sich auch Erwachsene gern in dieser Geschichte verlieren werden - Gründe hierfür gibt es genug. 

Die Geschichte hat ein wunderbares Tempo, das Buch als Ganzes lässt sich problemlos innerhalb weniger Tage verschlingen - oder einfach an einem gemütlichen Wochenende. Die Geschichte hat sich in eine Richtung entwickelt, die ich so (in etwa) erwartet habe und auch die Spannung innerhalb der Gruppe hat mir gut gefallen. Gerade in Bezug hierauf bin ich sehr gespannt, was Band 3 zu bieten haben wird. Lange warten muss ich ja glücklicherweise nicht mehr :)


Charaktere
  Wie schon erwähnt vertiefen sich die Spannungen in der Gruppe - und damit bekommen wir eine deutlich interessantere Konstellation und eine etwas andere Art des Antagonisten. 
Das Hauptaugenmerkt liegt weiterhin auf Jem und Lucie, wobei wir auch ein wenig mehr über den Rest erfahren und Einblick in deren Seelenleben bekommen.


  Band zwei knüpft nahtlos an Band eins an und schafft es wieder, mich zu fesseln. Insgesamt unheimlich tolle Unterhaltung, die in keinem Regal fehlen sollte.

Sonntag, 7. Mai 2017

5 Dinge KW 18 2017

Einen wunderschönen guten Morgen für dich <3

Na, wie geht es dir? Hast du gut geschlafen und dein Wochenende gut verbringen können? Heute hast du noch mal Zeit für dich und das, was du gern tun würdest. Auch, wenn das Wetter hier gerade nicht so sehr toll aussieht, davon lassen wir uns nicht unterkriegen, nicht wahr? Immerhin ist unser liebstes Hobby ja auch ganz problemlos innerhalb der eigenen 4 Wände ausführbar. :)

Es ist Sonntag und damit Zeit für meine 5 Dinge :) Heute ein ganz kleines bißchen später, denn ich habe verschlafen :D
Wollt ihr mitmachen? Gern!

1.) Die Lösung für ein mittelschweres gesundheitliches Problem wurde gefunden! Juhu!

2.) Am Montag war ich jemanden besuchen, den ich euch demnächst dann auch vorstellen werde... ;)

3.) Anerkennung <3 So etwas Tolles <3 Umso toller, wenn der Chef kommt und man einfach so ein kleines Dankeschön für die geleistete Arbeit bekommt.

4.) Schöne Momente müssen nichts Außergewöhnliches oder besonders lang sein. Danke, Bruderherz fürs Heimfahren. <3

5.) Gestern bei herrlichem Frühlingswetter einen wundervollen Ausritt gehabt - wer mir auf Instagram folgt, hat schon einen kleinen Ausschnitt davon sehen dürfen ;)

Das war es für diese Woche.
In der kommenden Woche werdet ihr keinen 5-Dinge-Post von mir bekommen, denn da werde ich schon in Dublin sein *-* Wer Updates möchte, auch dem sei Instagram ans Herz gelegt, ich versuche, euch dort ein wenig mitzunehmen. Ansonsten bekommt ihr auch gern einen Reisebericht wenn ich wieder zurück bin :)

Ich setze mich jetzt mal daran, eine Rezi zu schreiben, dann meinen Kalender und die Reise vorzubereiten und noch ein wenig was für die Uni zu tun :)

Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag <3

Alles Liebe

5.)

Sonntag, 23. April 2017

5 Dinge KW16/17

Hallo meine Lieben,

da ist es wieder Sonntag. Ich stelle immer wieder fest, dass ich einfach kein Wochenend-Mensch bin. Wie ist das bei euch?
In dieser Woche war wirklich nicht viel los bei mir, aber nichts desto trotz versuche ich, euch 5 schöne Dinge zusammen zu suchen :)

1) Am Montag gab es  Osterfrühstück bei meinem Bruder - samt eines ausgiebigen Tests der Vive. Mein Fazit: VR macht Spaß :)

2) Nicht unbedingt der schönste Moment der Woche, aber trotzdem bin ich stolz ;) Unabhängig vom furchtbaren Wetter (Schnee?! Ernsthaft?!) bin ich mit dem Rad zur Arbeit gefahren, obwohl es in der Bahn deutlich wärmer und weniger anstrengend gewesen wäre

3) Es wurde ein weiteres Bewerbungsgespräch vereinbart für Montag :)

4) Lesezeit <3 Das Lesen kommt schon eine ganze Weile viel zu kurz, woran das liegt, weiß ich auch nicht so genau... Aber diese Woche konnte ich wieder ein wenig Zeit zwischen den Buchdeckeln verbringen.

5) Gerade eben habe ich einen Termin für nächste Woche ausgemacht, auf den ich mich schon sehr sehr sehr freue <3

Wie war eure Woche? Was habt ihr so getrieben?

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und einen tollen Start in die Woche <3

Dienstag, 18. April 2017

[Kurz-Rezension] Der Trakt

   Der Trakt
Arno Strobel
Broschur: 368 Seiten
Verlag: Fischer
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783596186310
Preis: 9,99€


Buch beim Verlag bestellen
 »Und wer bist du wirklich?«
Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall – all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt. Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst. Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen?
(Quelle) 

Nicht gänzlich uneigennützig habe ich mich diesem Buch gewidmet, spielen doch die Bücher von Arno Strobel derzeit eine recht wichtige Rolle für eine meiner Univeranstaltungen. Um mich entsprechend vorzubereiten, wollte ich mich noch den Büchern widmen, die mir fehlen und hier wollte ich dann eben mit "Der Trakt" beginnen.
  Ich habe das Buch zur Hälfte gelesen und die andere als Hörbuch genießen können - denn leider hat es dieses Buch nicht geschafft, mich bei der Stange zu halten. Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber ich habe mich oft dabei ertappt, wie ich gedanklich abgeschweift bin. Vermutlich das falsche Buch zur falschen Zeit.
  Das schmälert allerdings nicht die Geschichte, die mich wieder einmal für sich gewinnen konnte. Das Lesen hat mir Spaß gemacht, ich konnte gut folgen und hatte selten das Gefühl, etwas nicht nachvollziehen zu können.
  Für meine aktuelle Stimmung hat das Buch aber nicht so ganz gepasst. Im Vergleich zu den anderen Büchern von Arno fand ich dieses hier eher schwach, nicht jedoch schlecht und ganz gewiss hält es mich nicht davon ab, mich den nächsten Büchern zu widmen.


Nicht so gut, wie erwartet, aber durchaus lesenswert.


Montag, 17. April 2017

5 Dinge KW 14 & 15 2017

Hallo meine Lieben,

heute bekommt ihr wieder mal mehr schöne Dinge zu lesen - die letzte Woche musste mein 5-Dinge-Post leider ausfallen und gestern war ich osterbedingt unterwegs, weswegen ich nicht schreiben konnte. So bekommt ihr das ganze eben heute präsentiert :) Ist doch in Ordnung für euch...?

1.) Einmal bitte Haare schneiden :) Ein wenig was kam ab, wenn man es auch nicht wirklich bemerkt hat ;)

2.) Einmal bitte Fäden raus! Am 4.4. wurden die Fäden der OP gezogen und es heilt alles tapfer vor sich hin.

3.) Am 06.04. war ich zu einem Bewerbungsgespräch nach München eingeladen - leider wurde auch daraus nichts. Aber darum soll es hier ja nicht gehen ;)

4.) Am 08.04. war bei uns große Veranstaltung, bei der ich ein wenig mitgemischt habe - was zwar zwischenzeitlich genervt hat, insgesamt aber doch ganz witzig war.

5.) Am 09.04. hat meine Grinsemietz Geburtstag gefeiert (nachträglich) und ich bin überraschend zu ihr hochgefahren - sie wusste nichts davon, aber ich glaube/hoffe, dass sie sich gefreut hat ^^

6.) Mein Flug ist gebucht <3 Vom 11.05. bis zum 16.05. werde ich nicht in Deutschland sein und ich freue mich schon sehr darauf :) Will jemand eine Postkarte? ;)

7.) Bei der Grinsemietz hatte ich ein paar schöne Stunden mit meinem Patenkind (auch wenn die Kleine mich zeitweise wohl gehasst hat ;) ).

8.) Manchmal sind es nur ein paar kleine Worte, die gut tun - zum Beispiel eine Entschuldigung an angemessener Stelle :)

9.) Alle meine Pflanzen wachsen ganz hervorragend und mittlerweile haben sich dann auch die Tomaten gezeigt

10.) Die Ostertage habe ich gut rumbekommen, obwohl es manchmal nicht ganz leicht war. Trotzdem freue ich mich, wenn ich morgen wieder zur Arbeit kann ;)


Wie habt ihr Ostern verbracht? Habt ihr viel gelesen, Zeit mit der Familie verbracht...?

Ich wünsche euch noch einen schönen Feiertag und morgen einen guten Start in die neue Arbeitswoche ;)

Alles Liebe für dich.

Sonntag, 2. April 2017

5 Dinge KW 13/17

Hallo meine Lieben,

ich hoffe, ihr habt den ersten April gut überstanden und wurdet nicht zu sehr und zu oft hereingelegt. Ich selbst wurde zum Glück vor irgendwelchem (pseudo-)witzigem Schabernack verschont.
  Die vergangene Woche war doch recht ereignisreich und schön für mich. Es ist viel passiert, es wurde viel geplant - lasst uns doch zusammen auf die vergangene Woche zurück schauen.

1.) Am Montag war ich nochmals beim Arzt, um nach der Pfote schauen zu lassen, die "ein paar" Spannungsblasen gebildet hat. Die Blasen wurden aufgestochen und seither heilt die Pfote hervorragend ab, juckt deutlich weniger und tut nur noch nach zu hoher Belastung weh :)

2.) Meine Fahrt nach München zu meinem Bewerbungsgespräch habe ich inzwischen auch gebucht :)

3.) Apropos buchen - ich werde nächsten Monat meine Kommilitonin besuchen, die derzeit ihr Auslandssemester absolviert. Wollt ihr raten, wo es hingeht?

4.) Am Freitag ging es nach der Uni mit meiner (anderen) Kommilitonin noch ins Kino - in "Die Schöne und das Biest". Mir hat der Film wirklich gut gefallen und insgesamt hatten wir dann einen schönen Tag <3

5.) Gestern haben wir den Tag genutzt, um ein paar Pflänzchen einzupflanzen :) Der Balkon sieht also langsam wieder hübsch aus ;)

Das war es auch schon - klingt gar nicht soooo spektakulär, oder? Trotzdem war es eine wirklich schöne Woche. Wie war eure Woche denn? Was habt ihr so getrieben? Habt ihr euren Urlaub schon geplant?

Ich wünsche euch auf jeden Fall einen schönen Sonntag und einen tollen Start in die neue Woche.

Alles Liebe <3

Freitag, 31. März 2017

[Buch-Rezension] Achtnacht

   Achtnacht
Sebastian Fitzek
Klappenbroschur: 416 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783426521083
Preis: 12,99€

Buch beim Verlag bestellen

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!
(Quelle)

Cover/Aufmachung
  Schwarz-rot-weiß. Ich liebe diese Farbkombi ja, obwohl sie zugegeben nichts Besonderes ist. Dass die große 8 das Cover ziert, ist natürlich ganz klar und auch der optische Fluchtpunk des Titels ist toll gewählt. Insgesamt zwar kein übermäßig spektakuläres, dafür aber schönes und stimmungsvolles Cover.

Inhalt/Geschichte
  Ben hat nun wirklich nicht die leichteste Zeit in seinem Leben. Nach einem Suizidversuch liegt seine behinderte Tochter -die seinetwegen ihre Beine verlor - im Koma und niemand teilt seine Zweifel daran, dass sie versucht hat, sich selbst das Leben zu nehmen. Nun wurde ihm noch der Job gekündigt. Der Tag könnte kaum besser werden. Denkt er zumindest. Bis er plötzlich sein Gesicht in den Nachrichten sieht, ohne zu wissen, warum. 
  Dieses "Warum" soll sich schnell klären: Es wurde zum Achtnächter ernannt. Und ist damit bis zum nächsten Morgen vogelfrei. Das wäre gar nicht das Schlimmste an der Sache. Doch plötzlich ist die ganze Stadt hinter ihm her. Denn auf ihn ist ein Kopfgeld in Höhe von zehn Millionen Euro ausgesetzt - und die darf sich jeder "verdienen".
 
Nachdem ich von den letzten Fitzek-Werken ein wenig "enttäuscht" war (nicht falsch verstehen: Ich mochte die Bücher, doch waren sie gemessen an seinen bisherigen Werken für mich nicht so sehr gelungen), habe ich mich in "Achtnacht" sofort wieder wohl(er) gefühlt. Als Leser werden wir ebenso ins kalte Wasser geworfen wie auch unser Protagonist und landen direkt mitten im Geschehen. Die Geschichte rast vor sich hin, ohne dass das Erzähltempo irgendwann zu schnell wird. Zusammen mit Ben und Arezu - der zweiten Achtnächterin - erleben wir die Achtnacht in all ihrem Wahnsinn. 
 
Insgesamt hat mir "Achtnacht" wieder wirklich gut gefallen. Ich habe das Buch schnell durchgelesen und wollte auch stets wissen, wie es geendet hat. Lediglich das Ende (in Bezug auf Arezu) hat mir nicht so sehr gefallen - wobei ich hier jetzt nicht verraten kann, warum, ohne euch zu spoilern... ;) 
 
Funfact: Achtnacht war mein achtes Buch in diesem Jahr
 
Charaktere
  Tatsächlich gibt es für mich in diesem Buch eine Sache hervorzuheben: Ich freue mich SEHR über die "alten Hasen", die wir in diesem Buch wieder getroffen haben. Das war mein persönliches Charakter-Highlight in diesem Werk. 
  Zu den Protagonisten sei gesagt, dass sie absolut glaubwürdig gestaltet sind. Wir erfahren über beide einige Dinge, die uns deren Charaktere und Vergangenheiten näher bringen. Insgesamt gibt es am Charakterdesign kaum etwas auszusetzen. 


Schreibstil/Übersetzung
Einmal Fitzek, immer Fitzek. Ihr wisst genau, was ihr bekommt, wenn ihr dieses Buch kauft. 

Ein Fitzek, den es sich zu lesen lohnt. Voller Spannung und in rasantem Tempo erzählt Sebastian uns hier eine mitreißende Geschichte


 

Dienstag, 28. März 2017

[Kurz-Rezension] Auslöschung

   Auslöschung
Jeff VanderMeer
Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Annihilation
ISBN: 9783426518045
Preis: 9,99€

Buch beim Verlag bestellen

Eine geheimnisvolle Flora und Fauna, ebenso makellos wie verstörend, hat ein Gebiet irgendwo an der amerikanischen Küste übernommen, seit vor 30 Jahren ein mysteriöses Ereignis stattgefunden hat. Und die entfesselte Natur dehnt sich unaufhaltsam aus. Doch was geschieht dort? Elf Expeditionen haben vergeblich versucht, Antworten zu finden, Karten zu zeichnen, das Fremde zu verstehen. Ihre Teilnehmer kehrten entweder gar nicht zurück oder auf eine unheimliche Weise verändert. Jetzt wird eine zwölfte Expedition entsandt. An ihrer Seite betritt der Leser Area X. Und kann sich weder der Faszination noch dem Grauen entziehen.
(Quelle)
Hui. Wo fange ich hier an? Ich bin recht vorbehaltlos an das Buch herangegangen. Bisher kannte ich weder den Autor, noch habe ich schon irgendwann einmal von diesem Buch gehört. Demenstprechend war ich hauptsächlich eines in Bezug auf das Buch: neugierig. Demnach habe ich mich recht schnell auf die Geschichte einlassen können - allerdings fängt es hier auch direkt an. Die Geschichte. Nun, einen wirklich Plot im klassischen Sinne haben wir nicht. Das Buch beginnt und endet offen, ohne dass ich das Gefühl hatte, ich hätte während der Buchdeckel irgendeine Information bekommen. Wir erfahren niemals den Grund der Mission (das allerding erfahren die Potagonistin und ihr Team auch nicht), noch den Namen. Wir begleiten die Biologin der Expedition nach Area X und erleben mit ihr gemeinsam dieses neue, unbekannte Land, von dem wir - wie vom Rest auch - einfach nichts erfahren. Schade, denn ich hätte wirklich gern mehr von dieser Welt erfahren.
Was an Geschichte fehlt, wird dafür mir bildgewaltiger (und mitunter verwirrender) Sprache wettzumachen versucht. Mehr als einmal ist es mir passiert, dass ich Sätze mehrfach lesen musste oder gedanklich einfach abgeschweift bin. Gleichzeitig habe ich auch immer weiter gelesen, um vielleicht doch noch ein kleines bißchen mehr über Area X und die Biologin zu erfahren.

Jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, sitze ich hier mit einem Gefühl, das sich recht treffend zusammen fassen lässt mit: "Was zur ...?!"
Ich hatte doch die Hoffnung, dass dieses Buch endlich mal wieder ein gutes Stück Science Fiction in mein Bücherregal bringen könnte. Da wurde ich leider enttäuscht.


Alles andere als das, was ich mir erhofft hatte. Bildgewaltige Darstellung einer Welt - allerdings ohne nennenswerte Geschichte drum herum.


Sonntag, 26. März 2017

5 Dinge KW 12/17

Hallo meine Lieben,

heute kommen wieder meine 5 Dinge - wenn auch verspätet.
Die letzten Tage verbringe ich 90% meiner Zeit im Bett und mit Schlafen. Die meisten von euch sind vermutlich die letzten Tage durch diverse Messehallen gewandert - sei es nun auf der Equitana oder der Leipziger Buchmesse.

Wollen wir doch direkt mal schauen, was sich die letzte Woche getan hat?

1.) Die Woche war hauptsächlich von dem Donnerstag dominiert. Am 23.03. wurde ich erneut operiert, das Metall kam raus - wer mir auf Instagram folgt, dürfte dort das ein oder andere Bildchen gesehen haben. Es ist alles gut gelaufen (wenn die OP auch komplizierter war, als geplant) und es geht mir weitestgehend gut :)

2.) Es darf ja auch mal gut laufen! Oder zumindest so ähnlich. Jedenfalls darf ich in der ersten Aprilwoche nach München zu einem großen Verlagshaus reisen, um mich dort für mein Praxissemester vorzustellen.

3.) Am Mittwoch - also am Abend vor der OP - erreichte mich das Kartenspiel zu "Des Teufels Gebetbuch". Die Todeskarte am Abend davor...? Aber es ging ja alles gut ;) Dazu noch eine tolle Einladung <3 Vielen lieben Dank dafür!

4.) Sonne! Bekannterweise bin ich kein Sommermensch, aber die letzten Tage mit Sonnenschein und warm und hach - die haben einfach gut getan!

5.) Last but definitley not least: Heute vor genau einem Jahr kam die kleine Abby zur Welt, mein Patenkind. Meine Kleine, ich wünsche dir alles alles Liebe und Gute. Noch begreifst du das nicht ganz, aber heute ist dein Tag, der Tag, an dem wir alle uns freuen, dass wir dich am 26.03.2016 auf dieser Welt begrüßen durften. <3

Das war es für diese Woche - ich muss in dieses Format erst wieder reinkommen und versuche generell, etwas mehr Struktur zu gewinnen.
Wie war eure Woche? Was habt ihr so getrieben?

Ich wünsche euch einen schönen Rest-Sonntag und einen guten Start in die neue Woche :)

Sonntag, 19. März 2017

Update & 5 Dinge

Hallo meine Lieben,

ihr habt vielleicht schon mitbekommen, dass ich so nach und nach versuche, den Blog hier wieder etwas mehr zu beleben. In meinem privaten Umfeld gab es in den letzten 7-8 Monaten einige Dinge, die mir leider die Kraft raubten, um mich aktiv mit dem Blog zu beschäftigen. Ich musste wegen einiger... Unstimmigkeiten meinen Praxissemesterplatz vorzeitig aufgeben (was rückblickend betrachtet auch eine meiner besseren Entscheidungen war). Die letzten Monate habe ich also damit verbracht, einige herbe Niederlagen und Rückschläge einzustecken. Ich hatte versucht, einen neuen Platz zu finden, habe allerdings leider außer Absagen und zwei... sagen wir mal "weniger seriösen" Angeboten nichts bekommen. So war zeitgleich auch unsicher, ob ich nicht exmatrikuliert werde, denn ich hatte ja das Praxissemester nicht beendet und damit nicht bestanden....

Ihr seht, es war eine Menge los in der Hinsicht. Vielleicht erinnert ihr euch auch noch an meinen Unfall im Juli 2015? Ich hatte mir das Sprunggelenk zertrümmert und wurde zweimal operiert. Nun, mittlerweile habe ich leider wieder große Probleme mit meinem Fuß, so dass schon nächste Woche Donnerstag (!) eine weitere OP ansteht. Diese wird nicht ganz so groß ausfallen, aber... Naja. Solltet ihr also nächsten Donnerstag, am 23.03., nichts besseres zu tun haben, könnt ihr mir ja kurz ein paar nette Gedanken schicken ;)

Mittlerweile hat sich immerhin die Sache mit der Uni geklärt, so dass ich derzeit im 6. Fachsemester studieren darf. Mein Praxissemester darf ich dann ab dem 01.09.2017 nachholen und im Anschluss daran darf ich mich direkt meiner Bachelor-Thesis widmen.

Damit seid ihr eigentlich auf dem aktuellen Stand der Dinge (wenn ich diesen auch stark komprimiert habe ^^). Ihr wollt ja aber sicher auch keinen ewig langen Text lesen - deswegen kommen wir doch jetzt direkt mal zu den 5 Dingen der vergangenen Woche - ein Format, das ich sträflich vernachlässigt habe ^^

1.) Die Uni hat wieder begonnen! Obwohl ich schon jetzt wieder genervt von der Organisation dort bin, bin ich froh, dass ich wieder studieren darf. Das war lange lange Zeit nicht sicher.

2.) Auch das Narkosegespräch am Montag habe ich erfolgreicht hinter mich gebracht, so dass ich "beruhigt" in die OP gehen kann.

3.) Am Freitag war ich nach der Uni mit einer Kommilitonin  - passend zum St. Patricks Day! - im Irish Pub. Endlich mal wieder! Und es war wirklich toll und hat Spaß gemacht.

4.) Ein wenig frischer Wind in meinem Zimmer - ich habe umgestellt, zugunsten eines zweiten, größeren Aquariums ;) (Das aber erst mit dem nächsten Gehalt eingerichtet werden wird)

5.) Einen Großteil meines Wochenendes habe ich im Stall verbracht (ich nehme derzeit wieder Reitunterricht) und obwohl es mega anstrengend war (Koppelzaun neu bauen, Misten, Sandplatz rechen etc) war es doch mal wieder gut, einfach den Kopf frei zu bekommen.

Nächste Woche bekommt ihr dann wieder ein wenig was von mir zu lesen, dann wohl auch zu meiner OP ;)

Für heute ist nur ein wenig Arbeiten, ein paar Uni-Sachen, Bewerbungen und das kleine Aquarium sauber machen geplant. Was steht auf eurer heutigen To-Do-Liste?

Alles liebe für euch <3

Samstag, 18. März 2017

[Buch-Rezension] Sorgenkätzchen

   Sorgenkätzchen
Dr. med. vet. Ulrike Werner
Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: penguin (RandomHouse)
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783328100560
Preis: 9,00€

Buch beim Verlag bestellen

Was tun, wenn der geliebte Kater immer mittwochs inkontinent wird oder das Kätzchen nach dem Kartoffelschälen plötzlich zum kampflustigen Tiger mutiert? Dr. Ulrike Werner rückt an und bereitet dem Katzenjammer ein Ende! Die Berliner Tierärztin enthüllt mit viel Fingerspitzengefühl, was Katzen ihren Besitzern nicht sagen können. Dabei ist nicht nur ihr Wissen als Tierverhaltenstherapeutin, sondern auch viel Menschenkenntnis gefragt. Denn manchmal müssen Mensch und Tier sich nur verstehen lernen, damit aus dem Sorgenkätzchen wieder eine glückliche Schmusekatze wird.
(Quelle)


Nachdem mein bisheriges Lesejahr 2017 recht düster dominiert war, wurde es für mich nach langer Zeit mal wieder Zeit für eine kleine Pause davon. Ein Buch sollte her, dass sich schnell lesen lässt, dass witzig ist und in kurze Kapitel untergliedert. Und da kam mir "Sorgenkätzchen" gerade recht. Die Tierärztin Ulrike Werner berichtet in diesem 224 Seiten langen Werk von ihren kuriosesten, ungewöhnlichsten Fällen als Verhaltenstherapeutin für Katzen.
   Das Buch ist unterteilt in einzelne Fälle, die alle unabhängig voneinander sind, so dass das Buch nicht am Stück gelesen werden muss - sehr wohl aber kann! Die unterhaltsamen Geschichten sorgen für kurzweiliges Lesevergnügen für jeden Katzenliebhaber, so dass ich dieses Buch innerhalb kürzester Zeit "weginhaliert" hatte. Insgesamt 18 interessante Fälle teilt die Therapeutin mit uns, einer ungewöhnlicher als der andere.
  Ich bin nun zwar ein großer Katzenfreund, hatte selbst jahrelang Katzen und weiß daher noch das ein oder andere, was deren Anforderungen an ein Zuhause angeht. So konnte ich bei diesem Buch über die geschilderten Fälle mitunter nur den Kopf schütteln, wenn das Zuhause komplett steril rein gehalten oder eine Dame auf eine "Züchterin" hereingefallen ist. Die Auswirkungen solcher Fehlinformationen werden uns in diesem Buch deutlich vor Augen geführt.

Der Schreibstil, in dem das Buch gehalten ist, tut sein übriges, um das Buch zum Lesevergnügen zu machen. Obwohl mir auch die Autorin an der ein oder anderen Stelle, an dem sie uns an ihrem inneren Monolog teilhaben lässt, doch ein wenig unsympathisch wurde, ist sie doch zumeist eine sympathische Persönlichkeit, die alles daran setzt, ihren tierischen Patienten zu helfen.
   Und sind wir doch mal ehrlich: Ein Kätzchen auf dem Cover? Das geht doch immer! 



Ein unterhaltsames Buch, das nicht nur Besitzern von (Sorgen-)Kätzchen Spaß bereitet!



Donnerstag, 16. März 2017

[Buch-Rezension] Des Teufels Gebetbuch

    Des Teufels Gebetbuch
Markus Heitz
Klappenbroschur: 672 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783426654194
Preis: 16,99€

Buch beim Verlag bestellen

Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben.
(Quelle)

Cover/Aufmachung
  Geziert durch das Pik-Zeichen mit dem Motiv der Teufelskarte reißt uns das Cover schon direkt in die düstere Stimmung des Buches. Ohne den Inhalt des Buches zu kennen haben wir durch die Kombination von Cover und Titel direkt einen Bezug dazu und können zumindest die Richtung erahnen, die dieses Buch einschlägt.

Inhalt/Geschichte
  Tadeus Boch arbeitet im Casino - und das als (ehemals) Spielsüchtiger. Seine Art der Erprobung seiner mentalen Kraft. Dass er mitunter wegen seiner Spielervergangenheit später in Probleme diesen Ausmaßes geraten sollte, konnte er nicht ahnen. Es ergibt sich, dass Tadeus durch Umwege auf einem illegalen Turnier landet und durch weitere unglückliche Umstände an eine außergewöhnliche Karte gelangt. Und um diese Karte gibt es ein großes Rätsel, denn sie sucht nach ihren Schwesterkarten, nach den Karten, die mit ihr zusammen das Gebetbuch des Teufels bilden, um die Welt brennen zu lassen...
 
Ich gestehe ja, dass ich sehr gern Karten spiele - nur leider viel zu selten, denn die Gelgenheit ergibt sich kaum. Als wir von Markus also von Supérieur erfuhren, war ich sofort Feuer und Flamme. Die Geschichte um Boch und seine unfreiwillige "Komplizin" Poe konnte mich gut abholen, erschien mir aber mitunter leider etwas (zu) langatmig. Ein paar Seiten weniger hätten dem Buch nicht unbedingt geschadet.
   Fairerweise sei gesagt, dass wir nicht nur die beiden Protagonisten begleiten. Wir erleben auch Szenen aus anderen Leben, die unmittelbar mit den Karten zu tun haben, sei es in der Vergangenheit oder der Gegenwart, was mir sehr gut gefallen hat.
  Auch, dass Markus hier auf einen klassischen Antagonisten verzichtet und unser Protagonist auch alles andere als ein Held ist, hat die Geschichte sympathisch gemacht und an Interesse gewinnen lassen. Das Tempo der Geschichte ist mitunter recht rasant, an anderen Stellen wäre ein wenig kürzen für mich angenehm gewesen. 
An der Geschichte selbst gab es für mich absolut nichts zu meckern. Sie hat mich direkt mitgenommen und für sich vereinnahmt. Dass ich trotzdem recht lang gebraucht habe für dieses Werk ist den fast 700 Seiten geschuldet, nicht einer potentiellen Langatmigkeit des Werkes.

 
Charaktere
  Boch und Poe sind alles andere als klassische Helden - die weibliche Hauptrolle (eben Poe) konnte ich zu Beginn kein Stück leiden, wurde mir aber im Laufe der Geschichte immer sympathischer. Bochs Abrutschen in etwas, das stark an (emotionale) Abhängigkeit von der Karte erinnert, erleben wir langsam, Stück für Stück und bekommen diese ebenso schleichend mit wie er.
  Wir erfahren einiges von Bochs Vergangenheit, bei Poe hält sich das verhältnismäßig verdeckt.

Die Charaktere wachsen schnell ans Herz, handeln (zumeist) nachvollziehbar und können von uns für voll genommen werden. Sie haben ihre Ecken und Kanten, wobei sie gerade gegen Ende immer mehr in für mich etwas unrealistische Bereiche abdriften (sofern man bei einem solchen Werk von Realismus sprechen darf).



Schreibstil/Übersetzung
"Heitz eben" wurde mir vor Aera gesagt. Und "Heitz eben" trifft es auch hier. Mitunter blutig und detailreich ist Markus' Schreibstil nicht unbedingt für jeden und jede geeignet. Der Autor schafft es, uns mitzunehmen und die Zeit vergessen zu lassen, in die Welt einzutauchen und uns an der Seite unserer Charaktere zu sehen. An der ein oder anderen Stelle sind mir zwar Schreib-/Tippfehler aufgefallen, allerdings kaum bis gar nicht störend. 


Das Spiel gibt es, das Spiel nimmt es. Supérieur.

Mittwoch, 1. März 2017

[Buch-Rezension] Blumen für Algernon

   Blumen für Algernon
Daniel Keyes
Klappenbroschur: 299 Seiten
Verlag: Klett-Cotta
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Flowers for Algernon
ISBN: 9783608960297
Preis: 14,95€

Buch beim Verlag bestellen

Charlie Gordon, ursprünglich kaum des Lesens mächtig, ist zu Forschungszwecken operiert worden und entwickelt eine überragende Intelligenz; schließlich überflügelt er intellektuell und fachlich sogar die Professoren, die das Experiment leiten. Zu seinen Freunden zählt die Maus Algernon - das erste Lebewesen, das mit derselben Methode erfolgreich behandelt wurde.
(Quelle)

Cover/Aufmachung
  Für mich als Ratten- und Mäuseliebhaberin war das Cover natürlich ein absoluter Augenschmaus. Und nicht "nur", dass es mich optisch anspricht, mag ich den Bezug zu der hier erzählten Geschichte.

Inhalt/Geschichte
  Charlie Gordon ist außergewöhnlich. So zumindest wird der 32jährige betitelt. Charlie kann nicht richtig lesen und schreiben und versteht die Welt um sich herum oft nicht. Mit einem IQ von 68 ist er wahrlich nicht der Klügste - und dabei möchte er doch unbedingt intelgent werden! Als erster Mensch soll Charlie nun einer Operation unterzogen werden, welche seine geistigen Fähigkeiten steigern soll. Bisher wurde dieser Versuch nur an einem einzigen Tier mit dauerhaftem Erfolg durchgeführt: an der Maus Algernon. Wie toll wäre es, wenn er, Charlie, auch so intelgent werden könnte die Algernon!
  Schon bald nach der Operation stellen sich erste Veränderungen ein - Charlie beginnt, Grammatik und Rechtschreibung zu verstehen, lernt andere Sprachen. Innerhalb kürzester Zeit ist Charlie intelligenter als die meisten Menschen und kurz darauf hat er selbst die Professoren überflügelt. Doch mit der neuen Intelligenz kommen auch neue Probleme auf Charlie zu und er beginnt, sein bisheriges Leben zu analysieren und zu verstehen. 
  Doch nicht nur seine Vergangenheit wirft Schatten auf sein jetziges Leben. Die Zeichen, die er bei Algernon erkennen kann, lassen auch für seine Zukunft nichts Gutes ahnen. 

Was zunächst eine simple Geschichte ist, entpuppt sich als vielschichtiger Science-Fiction-Roman, der den Leser zum Nach- und Mitdenken anregt und sicherlich auch für ein wiederholtes Lesevergnügen sorgen kann. Charlie auf seiner emotionalen und intelektuellen Reise und Entwicklung zu begleiten hat bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen. Was mich zunächst an dem Buch schreckte (nämlich der zunächst doch recht anstrengende Schreibstil) erscheint mir jetzt, da ich das Buch beendet habe, als ein wundervolles "Detail", das uns näher an die beiden Charlies herankommen lässt.

Die Verfilmung des Buches ist mir bisher nicht bekannt, allerdings bin ich mir sicher, dass ich es mir nicht nehmen lassen werde, diese zu sehen. 

Gerade die emotionale Entwicklung hat mich immens beeindruckt und interessiert. Was für uns als Leser von Charlies Berichten absolut klar und verständlich erscheint war für die Personen in seinem Umfeld mitunter nicht ganz so durchsichtig. Zu entdecken, unter welchen Umständen Charlie aufwuchs, mit welchen Problemen und Schwierigkeiten er sich konfrontiert sieht, hat das Potential, die Sichtweise des Ein oder Anderen dauerhaft zu ändern..
 
Charaktere
  Obwohl Algernon unser "Titelheld" ist, nimmt er Recht wenig Platz in diesem Buch ein. Wir begleiten Charlie auf seiner Reise vom Schwachsinnigen zum Genie, mit all den Schwierigkeiten und Problemen, die sich ihm damit ergeben. Angefangen bei Menschen, die er einst für Freunde hielt darüber, dass er sich intelektuell zu weit von den Menschen in seinem Umfeld entfernt und so keinen Bezug mehr finden kann. Dass Intelligenz ihn von den Menschen entfremdet, war das letzte, was er sich gewünscht hat. Im Gegenteil hatte Charlie stets die Hoffnung, dass die Menschen ihn mehr mögen würden, sobald er intelgent ist. 
  
Sich mit Charlie emotional zu verständigen ist kein Problem für den Leser. Obwohl seine Entwicklung unheimlich rasant voranschreitet, ist er dem Leser durch seine Fortschrittsberichte stets nah(bar) geblieben. 


Schreibstil/Übersetzung
Zunächst einmal sei erwähnt, dass das Buch nicht leicht zu lesen ist. Ganz abgesehen von der doch recht schwierigen Geschichte hat sich auch Charlies Schreibstil geändert. Der Autor schafft es, uns Charlies intelektuellen Zustand durch dessen Sprache mitzuteilen. Zu Beginn hatte ich wirklich Probleme mit Charlies Einträgen, ermüdete schnell. Das ging aber schnell vorbei und wenn man sich durch die ersten 40-50 Seiten durchgebissen hat, wird das Buch deutlich leichter und angenehmer zu lesen. Und obwohl (oder gerade weil?) die Wörter kaum mehr etwas mit ihrer eigentlichen Schreibweise gemein haben, war es nicht störend, nur anstrengend, diese Seiten zu lesen.
 


Ein Buch, dass nicht zu Unrecht seinen Status trägt und das ich einem jeden empfehlen möchte. Lesen. Unbedingt.



Dienstag, 21. Februar 2017

[Buch-Rezension] Aera

   Aera
Markus Heitz
Taschenbuch: 784 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
Sprache: Deutsch
ISBN: 9783426518618
Preis: 12,99€

Im Jahr 2019 herrscht eine neue Weltordnung: Die Götter kehren auf die Erde zurück. Alle Götter – bis auf einen. Während Odin, Zeus, Manitu, Anubis, Shiva und Co. sich ihre alten Kultstätten zurückholen und ihre Anhänger um sich scharen, warten Christen, Moslems und Juden vergeblich. Die einst mächtigsten Religionen der Welt werden bald als bedeutungslose Sekten belächelt. Mit »AERA - Rückkehr der Götter« hat Markus Heitz einen neuen Kosmos geschaffen - ein großes Vergnügen für alle Fans von düsterer Spannung und filmreifer Action!
(Quelle)

Cover/Aufmachung
  Sehr atmosphärisch gehalten hat dieses Cover seinen Platz in meinem Regal redlich verdient. Das Farbschema gefällt mir unheimlich gut und passt ganz hervorragend zu meinen Vorlieben. Die diversen Silhouetten, die mitunter erst im Laufe des Buches Sinn ergeben, tun ihr übriges. Ein schönes Cover! Einziger Kritikpunkt: Ich mag das Papier nicht. Ich verstehe durchaus, dass man beim Papiergewicht bei knappen 800 Seiten Abstriche machen muss, dennoch hat mir das Papier einfach nich zugesagt. 
 

Inhalt/Geschichte
  In einer Zeit, in der es die Götter auf die Erde zurück verschlagen hat, benötigt es einiges, ein Atheist zu sein. Dieser Atheist, Malleus Bourreau, ist Interpol-Ermittler, der sich vorzugsweise auf die Fälle stürzt, in welche die Entitäten verwickelt sind - oder von denen das zumindest behauptet wird. Denn bisher hat sich keine der sogenannten Götter gegenüber Malleus glaubhaft gezeigt.
So kommt es also, dass der Ermittler sich um diese Fälle kümmert, die seine Kollegen wegen den blinden Glaubens nicht übernehmen können oder wollen.
  Was der Raub einiger Artefakte allerdings auslöst, hat der Ermittler nicht erwartet. Und auch nicht, dass er bei der Auflösung des Rätsels ungewollt mit seiner gut weggeschlossenen Vergangenheit konfrontiert werden wird. 
 
Das Buch ist unterteilt ins 10 Episoden. Diese müssen nicht am Stück gelesen werden, beinhaltet doch jedes Kapitel einen eigenen Auftrag, doch zieht sich der Hauptplot kontinuierlich durch die Geschichte. Innerhalb der Episoden haben wir drei verschiedene Personen, die wir begleiten dürfen, so dass die, für mein Empfinden doch recht langen, Kapitel immer wieder aufgebrochen werden und sich damit flüssiger lesen lassen. 
 
Manch einer mag sich bei der Thematik des Buches auf den Schlips getreten fühlen, wenn es um die "eigene" Entität geht, für mich jedoch bot das Buch einige Stunden guter Unterhaltung (immerhin hat es mich fast einen ganzen Monat begleitet). Mal durch Spannung, Action oder auch Humor. Das Buch hat mich abholen können und es geschafft, auch bei den 784 Seiten keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Ich jedenfalls hoffe darauf, dass wir Mister Bourreau bald wieder begleiten dürfen.
 
Charaktere
  Über die Person, die ich persönlich als meinen heimlichen (Anti-)Helden des Buches erkoren habe, erfahren wir (leider?) kaum etwas, nicht wie bei den anderen Charakteren. Gerade über Bourrau erfahren wir das ein oder andere, wenn auch nur andeutungsweise, so dass der Charakter selbst stets seine Geheimnisse bewahrt und interessant bleibt für den Leser.
Insgesamt mochte ich die Charaktere dieses Buches gern, wenn ich auch glaube, dass ich mit niemandem von ihnen Freundschaft schließen könnte.


Schreibstil/Übersetzung
   Mitunter brutal und an der ein oder anderen Stelle recht blutig ist Markus' Schreibstil mit Sicherheit nicht für jedermann geeignet. Ich kenne mindestens eine Person, die damit nicht sonderlich gut zurecht kommt (liebe Grüße an dieser Stelle), so dass jeder für sich selbst entscheiden muss, wie er/sie damit zurecht kommt. Für mich selbst war das Buch angenehm zu lesen und auch die oben erwähnten Szenen haben mich keineswegs gestört. Lediglich in einem Kapitel gegen Ende sind mir doch einige Tippfehler und/oder zusätzliche Buchstaben begegnet, was mir mitunter ab und an die Lust am Lesen kurzzeitig vermiest hat - die Geschichte und meine Neugierde haben das aber schnell vergessen lassen. 



Eine interessante Idee, auf deren Fortsetzung ich gerne warte. Definitiv lesenswert.


 

Mittwoch, 18. Januar 2017

[Buch-Rezension] Camp 21

   Camp 21 - Grenzenlos Gefangen
Rainer Wekwerth
Hardcover: 352 Seiten
Verlag: Arena
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-401-60177-9
Preis: 16,99€

Vielen Dank, lieber  Rainer. Du hast mir eine große Freude gemacht.

Mike und Kayla sind in Camp 21 gelandet. Sie kennen sich kaumund mögen sich noch weniger. Durch elektronische Armbänder aneinander gefesselt, ist es ihnen unmöglich, sich aus dem Weg zu gehen. Entfernen sie sich zu weit voneinander, empfangen sie über die Fessel quälende Schmerzimpulse. Während Kayla versucht mit der Situation zurechtzukommen, ahnt Mike, dass im Camp etwas nicht stimmt. Nach einem tödlichen Vorfall gelingt den beiden die Flucht. Doch dies ist erst der Anfang einer atemberaubenden Jagd, denn die Fesseln, die geheimen Experimente und die Liebe zueinander bilden für Mike und Kayla ein gefährliches Netz, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.
(Quelle)

Cover/Aufmachung
  Ich mag veredelte Cover - ob Folie, Lack, Prägung, ganz egal. Bei Camp 21 ist die Veredelung hervorragen gelungen, auch das Gittermuster  im Titel ist großartig gewählt. Die rote "Verbindung" zwischen den beiden Armbändern der Jugendlichten sticht heraus und gefällt mir damit wirklich gut. Schade nur, dass die beiden Armbänder so unterschiedlich aussehen.

Inhalt/Geschichte
   Mike hat Mist gebaut. So zumindest sehen das die Polizei, sein Vater und das Gericht. Die Wahl ist eine simple: Jugendknast oder Erziehungscamp. Und so ziehen Mike und sein Bruder Ricky um. Zumindest ist das der Plan, doch letztlich wird Ricky in "Isolationshaft" gesteckt. Mike versucht, seinen Bruder zu finden und erfährt hierbei von Camp21. Für ihn steht fest: Da muss er hin, um Ricky zu helfen! Doch dort angekommen entwickelt sich alles ein wenig anders als geplant... 
 
Für viele ein reines Fantasiekonstrukt reizt mich an diesem Buch insbesondere der Gedanke, dass der Blick ein wenig auf die vielen Bootcamps (meines Wissens nach vorzugsweise in den USA) gelenkt wird. Obgleich mit Sicherheit nicht alle Camps so sind, gibt es immer auch schwarze Schafe in denen Isolationshaft noch eine der milderen Strafen ist. Vor einem realistischen Setting spielt sich also eine - möglicherweise? - futuristische Geschichte ab.

Tatsächlich hat mich an diesem Buch die Liebesgeschichte doch eher gestört. Das ist mein großer Kritikpunkt. Dass sich da etwas zwischen Mike und unserer Protagonistin Kayla anbahnt, war klar, dennoch erscheint mir das alles ein wenig... gezwungen. So hätte ich mir einen Zusammenhang zu den Fesseln gewünscht, denn das schien mir als die logischste Auflösung. Ebenso war mir die "Rivalenauflösung" etwas zu simpel, wenn ich bedenke, in wie vielen Szenen sie eine Rolle gespielt haben.
  So viel zur etwas harscheren Kritik.

Ich habe dieses Buch recht schnell ausgelesen gehabt, was nicht zuletzt an der interessanten Geschichte lag, die sich meiner Meinung nach aber doch ein wenig vom Klappentext unterscheidet. Entsprechend habe ich auf Ereignisse im Verlauf der Geschichte gewartet, die in dieser Form erst kurz vor dem Ende des Buches geschehen. Unter anderen Umständen wäre die Spannungskurve dementsprechend wohl auch etwas steiler für mich ausgefallen. Nichts desto trotz verlief die Geschichte in einem angenehmen Tempo und gerade gegen Ende hin haben sich die Seiten irgendwie doch immer schneller umgeblättert.
  In diesem Buch gab es auch einen der wenigen Epiloge, die ich wirklich passend fand und die noch gut zur Geschichte beigetragen haben.
 
Charaktere
Zunächst lernen wir Mike und seinen Bruder Ricky kennen - die mit dem "ausgeliehenen" Auto ihres Vaters unterwegs sind. Kayla tritt erst später auf die Bühne, als sie eine Nachricht von ihrem alten Jugendfreund bekommt. Und obwohl Mike mir die ganze Geschichte hindurch deutlich sympathischer war als Kayla, macht sie doch die größere Veränderung durch - wortwörtlich.
   Im Laufe des Buches lernen wir einige Charaktere kennen, von denen viele allerdings recht schnell wieder verschwinden und schlicht keine große Rolle einnehmen. Das Hauptaugenmerkt liegt natürlich auf den Protagonisten, dennoch hat mir an ein paar Stellen die eine oder andere Ecke gefehlt.




Schreibstil/Übersetzung
Wieder einmal überzeugt der werte Herr Wekwerth mit seinem Schreibstil. Der Mann versteht sein Handwerk. Eindrucksvoll bebildert schildert er das Schicksal der beiden Jugendlichen, gibt uns Lesern die Möglichkeit, in deren Gefühls- und Gedankenwelt hinein zu sehen. Der Kinofilm im Kopf läuft fehlerfrei und ohne Stolpern. Kurzum: Rainer Wekwerth liefert ab, wie gewohnt. 

Ein paar Kritikpunkte für mich tun dem insgesamt tollen Leseerlebnis keinerlei Abbruch. Definitiv lesenswert!

Donnerstag, 12. Januar 2017

[Buch-Rezension] Die Schatten von London

   Die Schatten von London
 Maureen Johnson
Klappenbroschur: 512 Seiten
Verlag: cbt (randomhouse)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The Name of the Star
ISBN: 978357030938
Preis: 13,99€

Buch beim Verlag bestellen


Der Tag von Rorys Ankunft im altehrwürdigen Internat Wexford ist gleichzeitig der Tag, an dem eine Mordserie beginnt, die ganz London in Atem hält. Jack the Ripper ist zurück, oder vielmehr jemand, der exakt die Taten des Serienmörders kopiert. Unter den Augen der an den Bildschirmen mitzitternden Londoner Bevölkerung tötet der Ripper trotz Überwachungskameras und observierenden Hubschraubern weiter – und lässt die Polizei alt aussehen, so ganz ohne Zeugen. Was keiner weiß: Eine einzige Zeugin gibt es – Rory. Die junge Amerikanerin ist die Einzige, die den Mörder gesehen hat. Womöglich auch die Einzige, die ihn sehen kann? Und plötzlich ist der Ripper hinter Rory her ...
(Quelle)


Cover/Aufmachung
  Ein Cover, dass mich nur bedingt mitreißen kann. Obwohl es schön gestaltet ist und auch der Bezug zur Geschichte ganz klar ersichtlich ist, ist diesess Cover keines, das mich im Buchhandel meines Vertrauens angesprungen hätte. 


Inhalt/Geschichte


   Wexford. Hier soll Aurora - Rory genannt - für die kommenden Monate zuhause sein, hier soll sie leben, lernen - und hier soll ein unmenschlicher Schrecken auf sie lauern. Die Rückkehr des Rippers hält ganz London in Atem. Niemand weiß, wer diese schrecklichen Morde begeht - und das, obwohl sie vor laufender Kamera geschehen. Doch nichts und niemand scheint fähig, den Ripper zu entdecken - bis Rory ihn sieht. Und damit zur einzigen Zeugin der Verbrechen wird. Doch dieses Wissen birgt Gefahren denn nun ist der Ripper hinter ihr her...

  Das Buch zog über Umwege bei mir ein. Ich hatte schon mehrfach davon gehört, habe es auch das ein oder andere Mal empfohlen bekommen. Dennoch durfte es nie einziehen - bis es Teil meines Weihnachtswichtelgeschenkes war (liebe Grüße an dich, Anna und vielen lieben Dank nochmal!). Tatsächlich habe ich das Lesen (und Bloggen) in den letzten Monaten sträflich vernachlässigt und so kam mir diese Geschichte ganz gelegen.
   Die Geschichte um Rory und den Ripper ist der Beginn der "Schatten von Lodon" Reihe, kann aber auch für sich allein stehen und ist damit nicht ausschließlich für diejenigen unter uns Lesern gedacht, die sich auf Reihen fokusieren. 

Die Geschichte beginnt zunächst recht  ruhig, nimmt aber immer mehr an Fahrt auf. Je höher die Seitenzahl, desto schneller vergingen die Kapitel. Obwohl ich bei diesem Buch niemals befürchten musste, die Welt um mich herum zu vergessen, gelang es ihm doch, mir die ein oder andere Stunde (vorwiegend nachts...) zu rauben. Ein Kapitel geht ja immer noch... 

Atmosphärisch und in einem wunderschönen, passenden Setting erzählt die Autorin hier eine Kriminalgeschichte neuerer Art. Ein altbekanntes Verbrechen mit neuer Täterschaft, neuen Ermittlern und neuen "Waffen".
  Insgesamt kann ich vermerken, dass sich die Geschichte gut lesen lässt und insbesondere aber nicht nur ihrer Zielgruppe Freude schenken dürfte, mir aber das finale Fünkchen gefehlt hat. 

Charaktere
Wenn man in ein Internat zieht, hat man sehr bald keine Geheimnisse mehr - das lernt auch Rory recht schnell, als sie nach Wexford zieht. Wir als Leser lernen Rory nach und nach kennen, erfahren über ihre Heimat, ihre Eltern, ihre Vorlieben. Wir sind bei ihr an ihrem ersten Tag in Wexford, in der ersten Sportstunde, beim ersten Essen. Wie alle anderen auch lernen wir Rory in den ersten Internatstagen gut kennen.
  Und ich muss sagen, ich mag sie. Obwohl ich an der ein oder anderen  Stelle die Hände über dem Kopf hätte zusammenschlagen können - man selbst hätte es natürlich vollkommen anders gemacht! -  hatte ich nie das Gefühl, Rory sei mir fremd. So findet man als Leser nicht nur gut in den Charakter, sondern auch ich die Geschichte des Buches und kann sich leicht mitreißen lassen.



Schreibstil/Übersetzung


  Die Ich-Perspektive lädt natürlich bei einer solchen Geschichte ein, sich in diese zu versinken und fallen zu lassen. So auch hier und das mit Erfolg. An der ein oder anderen Stelle sind mir fehlende Buchstaben untergekommen, über die ich zwar kurz gestolpert bin, die aber meinen Lesefluss nicht nennenswert gestört hätten.





Ein schönes Leseerlebnis und interessanter Reihenauftakt. Gerade auch für Jugendliche geeignet.