Donnerstag, 12. Januar 2017

[Buch-Rezension] Die Schatten von London

   Die Schatten von London
 Maureen Johnson
Klappenbroschur: 512 Seiten
Verlag: cbt (randomhouse)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: The Name of the Star
ISBN: 978357030938
Preis: 13,99€

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Der Tag von Rorys Ankunft im altehrwürdigen Internat Wexford ist gleichzeitig der Tag, an dem eine Mordserie beginnt, die ganz London in Atem hält. Jack the Ripper ist zurück, oder vielmehr jemand, der exakt die Taten des Serienmörders kopiert. Unter den Augen der an den Bildschirmen mitzitternden Londoner Bevölkerung tötet der Ripper trotz Überwachungskameras und observierenden Hubschraubern weiter – und lässt die Polizei alt aussehen, so ganz ohne Zeugen. Was keiner weiß: Eine einzige Zeugin gibt es – Rory. Die junge Amerikanerin ist die Einzige, die den Mörder gesehen hat. Womöglich auch die Einzige, die ihn sehen kann? Und plötzlich ist der Ripper hinter Rory her ...
(Quelle)


Cover/Aufmachung
  Ein Cover, dass mich nur bedingt mitreißen kann. Obwohl es schön gestaltet ist und auch der Bezug zur Geschichte ganz klar ersichtlich ist, ist diesess Cover keines, das mich im Buchhandel meines Vertrauens angesprungen hätte. 


Inhalt/Geschichte


   Wexford. Hier soll Aurora - Rory genannt - für die kommenden Monate zuhause sein, hier soll sie leben, lernen - und hier soll ein unmenschlicher Schrecken auf sie lauern. Die Rückkehr des Rippers hält ganz London in Atem. Niemand weiß, wer diese schrecklichen Morde begeht - und das, obwohl sie vor laufender Kamera geschehen. Doch nichts und niemand scheint fähig, den Ripper zu entdecken - bis Rory ihn sieht. Und damit zur einzigen Zeugin der Verbrechen wird. Doch dieses Wissen birgt Gefahren denn nun ist der Ripper hinter ihr her...

  Das Buch zog über Umwege bei mir ein. Ich hatte schon mehrfach davon gehört, habe es auch das ein oder andere Mal empfohlen bekommen. Dennoch durfte es nie einziehen - bis es Teil meines Weihnachtswichtelgeschenkes war (liebe Grüße an dich, Anna und vielen lieben Dank nochmal!). Tatsächlich habe ich das Lesen (und Bloggen) in den letzten Monaten sträflich vernachlässigt und so kam mir diese Geschichte ganz gelegen.
   Die Geschichte um Rory und den Ripper ist der Beginn der "Schatten von Lodon" Reihe, kann aber auch für sich allein stehen und ist damit nicht ausschließlich für diejenigen unter uns Lesern gedacht, die sich auf Reihen fokusieren. 

Die Geschichte beginnt zunächst recht  ruhig, nimmt aber immer mehr an Fahrt auf. Je höher die Seitenzahl, desto schneller vergingen die Kapitel. Obwohl ich bei diesem Buch niemals befürchten musste, die Welt um mich herum zu vergessen, gelang es ihm doch, mir die ein oder andere Stunde (vorwiegend nachts...) zu rauben. Ein Kapitel geht ja immer noch... 

Atmosphärisch und in einem wunderschönen, passenden Setting erzählt die Autorin hier eine Kriminalgeschichte neuerer Art. Ein altbekanntes Verbrechen mit neuer Täterschaft, neuen Ermittlern und neuen "Waffen".
  Insgesamt kann ich vermerken, dass sich die Geschichte gut lesen lässt und insbesondere aber nicht nur ihrer Zielgruppe Freude schenken dürfte, mir aber das finale Fünkchen gefehlt hat. 

Charaktere
Wenn man in ein Internat zieht, hat man sehr bald keine Geheimnisse mehr - das lernt auch Rory recht schnell, als sie nach Wexford zieht. Wir als Leser lernen Rory nach und nach kennen, erfahren über ihre Heimat, ihre Eltern, ihre Vorlieben. Wir sind bei ihr an ihrem ersten Tag in Wexford, in der ersten Sportstunde, beim ersten Essen. Wie alle anderen auch lernen wir Rory in den ersten Internatstagen gut kennen.
  Und ich muss sagen, ich mag sie. Obwohl ich an der ein oder anderen  Stelle die Hände über dem Kopf hätte zusammenschlagen können - man selbst hätte es natürlich vollkommen anders gemacht! -  hatte ich nie das Gefühl, Rory sei mir fremd. So findet man als Leser nicht nur gut in den Charakter, sondern auch ich die Geschichte des Buches und kann sich leicht mitreißen lassen.



Schreibstil/Übersetzung


  Die Ich-Perspektive lädt natürlich bei einer solchen Geschichte ein, sich in diese zu versinken und fallen zu lassen. So auch hier und das mit Erfolg. An der ein oder anderen Stelle sind mir fehlende Buchstaben untergekommen, über die ich zwar kurz gestolpert bin, die aber meinen Lesefluss nicht nennenswert gestört hätten.





Ein schönes Leseerlebnis und interessanter Reihenauftakt. Gerade auch für Jugendliche geeignet.


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